Von insgesamt 52.730 Tierversuchen entfiel der Großteil auf Mäuse (88,1 %). Dahinter folgen Zebrafische (7,5 %) und Ratten (2,3 %). Auch Meerschweinchen, Haushühner, Frösche und Schweine wurden laut Bericht für Tests verwendet.
Die meisten Versuche dienten der Grundlagenforschung (76 %), ein Anstieg gegenüber 2023 (69,8 %). Auf Qualitätskontrollen von Produkten entfielen 12,4 %, während 11,5 % der Experimente der sogenannten translationalen und angewandten Forschung zugeordnet wurden – also der Übertragung von Laborerkenntnissen auf die Behandlung von Krankheiten beim Menschen.
Besonders heikel: 7.110 Tiere (13,5 %) wurden Versuchen mit der Einstufung „schwerwiegend“ unterzogen, die starke Schmerzen verursachen und zum Tod führen können. Dieser Wert liegt jedoch unter dem Vorjahr (2023: 9.831 Fälle bzw. 19,3 %). Zudem erwachten 3.941 Tiere (7,5 %) nach einer Untersuchung unter Vollnarkose nicht mehr.
Die SEA kritisiert außerdem, dass 116.978 Tiere getötet wurden oder verstarben, bevor sie für ein Experiment eingesetzt werden konnten. 2023 lag diese Zahl deutlich niedriger (94.394). Die Organisation spricht von einem „Verschwenden tierischen Lebens“.
Hinzu kommen 362 festgestellte Verstöße im Jahr 2024 – drei Mal so viele wie im Vorjahr (123). Diese wurden bei Kontrollen in Einrichtungen festgestellt, die Versuchstiere züchten oder an Labore liefern. Die SEA fordert Konsequenzen: „Es müssen echte Sanktionen verhängt werden – nicht nur Verwaltungsstrafen –, wenn das Gesetz missachtet wird.“ (belga/rt)

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