Am 4. November hatte Sportminister Gregor Freches (PFF) im Ausschuss noch eine Perspektive „bestenfalls bis 2030“ genannt – nur drei Tage bevor offiziell verkündet wurde, dass der Wettbewerb bereits im kommenden Jahr ins Hohe Venn kommt.
Für den SP-Abgeordneten Björn Klinkenberg ergibt sich daraus eine widersprüchliche Informationslage: Entweder seien dem Minister die Planungen nicht bekannt gewesen, er habe sie dem Parlament nicht mitgeteilt, oder der Kontakt zu den Organisatoren sei weniger eng gewesen als dargestellt. Gregor Freches erklärte, der Regierung sei bekannt gewesen, dass Special Olympics Belgien Gespräche über einen Austragungsort führte und Malmedy als Option im Raum stand. Die Organisatoren hätten jedoch um Vertraulichkeit gebeten, da die Gespräche noch liefen. Zudem sei die DG nicht Trägerregion der Spiele und nur am Rand betroffen: Der Hauptstandort sei das Militärlager Elsenborn, einzelne Wettkämpfe fänden in Worriken statt. Die DG-Regierung sei an den Gesprächen mit Malmedy, Spa und dem Lager Elsenborn nicht beteiligt gewesen. Auf Klinkenbergs Fragen zur Charta und zu einer möglichen Machbarkeitsstudie habe er geantwortet, betonte der Sportminister; derzeit liege der Fokus der Organisatoren auf der Austragung 2026. Björn Klinkenberg und Andreas Jerusalem (Ecolo) meinten, solche Informationen hätte man zumindest in einer nicht öffentlicher Sitzung weitergeben können. (sc)

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