Viele Sanktionen für falsche Abrechnungen von Gesundheitsdienstleistern

<p>In der häuslichen Pflege werden viele Betrugsfälle gemeldet.</p>
In der häuslichen Pflege werden viele Betrugsfälle gemeldet. | Illustration: picture alliance

In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben die zuständigen Verwaltungsgerichte 44 Fälle geprüft. In 39 dieser Dossiers ordneten sie eine Rückzahlung an oder verhängten eine Geldstrafe. Insgesamt wurden 4,8 Millionen Euro an zu viel verrechneten Beträgen zurückgefordert. Zusätzlich kamen 4,5 Millionen Euro an Sanktionen hinzu. Betroffen sind nicht nur Krankenpfleger, sondern auch Ärzte, Zahnärzte und Apotheker. Die Summen reichen von einigen Tausend Euro bis zu mehreren Hunderttausend Euro. Einige Betroffene scheinen bereits zuvor auffällig geworden zu sein.

Die problematischen Fälle finden sich auf beiden Seiten der Sprachgrenze. Die 25 flämischen Dossiers, in denen dieses Jahr eine Entscheidung gefallen ist, umfassen rund 2,5 Millionen Euro an unrechtmäßigen Abrechnungen und 2,3 Millionen Euro an Bußgeldern. Zusammen ergibt das 4,8 Millionen Euro. In den 19 frankofonen Fällen summieren sich die Beträge auf fast 4,5 Millionen Euro.

Bleibt eine Rückforderung ohne Wirkung, übernimmt die föderale Finanzverwaltung. Dort liegen derzeit noch 193 offene Fälle verurteilter Gesundheitsdienstleister. Insgesamt geht es um mehr als 20 Millionen Euro, die noch einzutreiben sind. (belga/svm)

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