Weihnachtsbaum aus Sint-Katelijne-Waver schmückt Grand-Place – Start für „Winterfreuden“

<p>Mit schwerem Gerät wurde der Baum auf dem Grand-Place aufgestellt.</p>
Mit schwerem Gerät wurde der Baum auf dem Grand-Place aufgestellt. | Foto: belga

Bis vor wenigen Tagen stand die Edeltanne noch im Garten eines Privathauses in Sint-Katelijne-Waver. Wie jedes Jahr lag die Auswahl des Baumes in den Händen des erfahrenen Baumexperten Pierre Demesmaeker, der im Auftrag der Stadt Brüssel den idealen Weihnachtsbaum ausfindig macht. „Ich habe diesen Baum seit fünf Jahren immer wieder besucht. Jetzt erfüllt er genau alle Kriterien“, erklärt Demesmaeker. „Er ist etwas schmaler als seine Vorgänger – für den Transport ist das ein großer Vorteil.“

Am Mittwoch wurde der Baum schließlich gefällt – mehrere Reporter waren vor Ort, als der mächtige Nadelbaum sicher zu Boden gebracht wurde. Beim Verladen kam es kurzzeitig zu einer Verzögerung, da ein defekter Sensor an der nagelneuen Hebebühne einen Zwischenstopp notwendig machte. Routiniert wurde der Baum dennoch auf einen Spezialtransporter gehoben, wo er die Nacht in seiner Heimatregion verbrachte, bevor er am Donnerstag im Morgengrauen unter Polizeibegleitung nach Brüssel eskortiert wurde.

Erste Beleuchtung am 28. November

Geschmückt wird die Tanne in der Nacht vom 26. November. Am Freitag, 28. November, um 18 Uhr wird sie im Rahmen der großen Eröffnungsshow der „Winterfreuden“ zum ersten Mal in festlichem Glanz erstrahlen. Für Delphine Houba (PS), Brüsseler Schöffin für Tourismus und Großveranstaltungen, ist dieser Moment jedes Jahr ein besonderer Auftakt: „Die Ankunft des Baumes kündigt das Nahen der Feiertage an. ‚Winterfreuden‘ ist ein Ereignis, dem die Einwohner voller Vorfreude entgegenblicken – und das Besucher aus aller Welt mit Staunen entdecken werden.“

<p>Präzisionsarbeit auf dem Brüsseler Grand-Place</p>
Präzisionsarbeit auf dem Brüsseler Grand-Place | Foto: belga

Künstlerischer Schmuck mit tiefer Symbolik

Für die diesjährige Dekoration ist der belgische Künstler Jean-Paul Lespagnard verantwortlich. Seine Gestaltung ist von einem kulturübergreifenden Symbol inspiriert: dem Ex-voto aus gehämmertem Metall. „Die Verzierungen greifen ein Objekt auf, das durch Jahrhunderte und Kulturen hindurch Bedeutung trägt“, erklärt Lespagnard. „140 hängende Silhouetten bilden eine Art Konstellation, genährt von Mythen, Volksgeschichten und Figuren aus verschiedenen Fantasiewelten.“ Damit soll die Tanne nicht nur ein klassisches Weihnachtssymbol darstellen, sondern auch ein poetisches Kunstwerk, das die historische Kulisse des Grand-Place auf besondere Weise ergänzt.

Vom Festbaum zum nachhaltigen Rohstoff

Nach den „Winterfreuden“ erhält der Baum übrigens ein zweites Leben: Ein Teil des Holzes wird geschreddert und wieder in der Natur ausgebracht, wo es das Wachstum neuer Bäume fördert. Der andere Teil wird zu verschiedenen Gegenständen verarbeitet und weiterverwendet. (belga/calü)

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