1976 gilt als Geburtsjahr des modernen Punk. In diesem Jahr erschienen zwei stilprägende Alben: „Anarchy in the U.K.“ der Sex Pistols und „Ramones“ von The Ramones. Zeitgleich organisierte Malcolm McLaren – Manager von Johnny Rotten und Sid Vicious – das legendäre „100 Club Punk Special“, bei dem unter anderem The Clash, The Damned und Buzzcocks auftraten. Schon 1975 hatte Patti Smith mit „Horses“ den poetischen, rohen Geist des Punk aufgeweckt.
Für das Kulturhaus AB ist Punk weit mehr als ein Musikstil. In einer Mitteilung heißt es: „Punk war damals schon viel mehr als Musik: ein erhobener Arm, eine kreative Explosion, eine weltweite Protestbewegung. Er gab Außenseitern eine Stimme, prägte die DIY-Kultur und hinterließ tiefe Spuren – auch in Belgien.“
Das Festival Punk 50 will genau dieses Erbe feiern: nicht als nostalgische Ausstellung, sondern – wie es die Brüsseler Konzerthalle formuliert – als „Moshpit der Gegenkultur“. Neben Konzerten mit belgischen und internationalen Ikonen stehen auch junge Bands auf der Bühne. Ergänzt wird das Programm durch Workshops und Begegnungen mit Künstlern der Szene.
Die Reihe beginnt am 24. Januar mit „F*ck off – 50 Years Of Dissent“, einem Tag, der Solidarität und Systemkritik gewidmet ist. Zu den musikalischen Gästen der kommenden Monate gehören unter anderem Ronker, Deadletter und Sleaford Mods. Zum Abschluss findet am 28. Mai ein Q&A mit dem renommierten Produzenten Craig Leon statt – eine Schlüsselfigur der frühen Punk- und New-Wave-Bewegung. (belga/calü)
Das ganze Programm ist HIER zu finden.

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