Belgier pendeln kürzer: Studie zeigt deutlichen Trend zu wohnortnahem Arbeiten

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37 % der Belgier wohnen höchstens 5 Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt. | Foto: belga

Gleichzeitig ist der Anteil jener, die mindestens 20 Kilometer von ihrem Job entfernt wohnen, stark zurückgegangen: von 27 % im Jahr 2019 auf nur noch 16 % im Jahr 2025.

Dieser Trend wirkt sich auch auf die tägliche Mobilität aus. Die Belgier geben an, im Jahr 2025 durchschnittlich 21 Minuten pro Weg zur Arbeit zu brauchen – acht Minuten weniger als 2019. Auch der Frust im Stau ist zurückgegangen: Statt täglich zwölf Minuten verlieren Autofahrer nun im Schnitt nur noch neun Minuten im stockenden Verkehr.

Doch die Entlastung ist nicht überall gleich spürbar. In großen Städten bleibt die Staubelastung hoch – und in Brüssel empfinden Autofahrer die Situation weiterhin als besonders belastend: 17 Minuten pro Tag stehen sie dort durchschnittlich im Stau.

Das Auto bleibt die Nummer eins

Beim Verkehrsmittelwahlverhalten gibt es leichte Verschiebungen. Zwar bleibt das Auto mit 61 % aller Wege klar an erster Stelle, doch der öffentliche Verkehr holt auf und landet mit 12 % der Fahrten inzwischen auf Platz zwei. Trotz dieses Anstiegs bleibt das Vertrauen begrenzt: 54 % der Belgier zweifeln an der Zuverlässigkeit von Bus, Zug und Tram, ein Anstieg gegenüber 48 % im Jahr 2019.

Was die Belgier sich für die Zukunft wünschen

In puncto Mobilität wünschen sich die Belgier vor allem Investitionen in die Infrastruktur: 55 Prozent plädieren für bessere und modernisierte Straßen, 54 Prozent sprechen sich für leistungsfähigere öffentliche Verkehrsmittel aus, und 31 Prozent fordern zusätzliche sowie qualitativ hochwertigere Radwege.

Die Umfrage wurde zwischen dem 10. und 24. April 2025 unter 2.000 Belgiern ab 18 Jahren durchgeführt. Die statistische Fehlerquote liegt bei ±2 %. (belga/calü)

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