Seit 2021 registrierte das Wirtschaftsministerium exakt 2.671 Beschwerden über täuschende oder manipulierte Preisangaben. „Zusätzlich hat unsere Wirtschaftsinspektion zahlreiche Untersuchungen von sich aus eingeleitet“, erklärt Sprecherin Lien Meurisse. Bei 1.229 Unternehmen wurden Verstöße festgestellt – das führte zu 635 Verwarnungen und 540 Protokollen.
In 302 Fällen einigten sich Firmen auf eine außergerichtliche Einigung. Gegen 121 Unternehmen wurde ein Verfahren zur Verhängung einer Verwaltungsstrafe eröffnet. Insgesamt leitete die Inspektion 47 Akten an die Staatsanwaltschaft weiter. Je nach Schwere drohen Bußgelder zwischen 208 und 200.000 Euro.
Seit Mai 2022 gelten strengere Vorschriften für Preisreduzierungen. Eine beworbene Ermäßigung muss sich auf den „Referenzpreis“ beziehen – also den niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage, der zudem klar ausgewiesen sein muss. Angebote, die „zu gut klingen, um wahr zu sein“, seien es oft auch, mahnt das Wirtschaftsministerium.
Der föderale Verbraucherschutzminister Rob Beenders (Vooruit) warnt ausdrücklich vor Tricksereien im Handel: „Black Friday darf kein Freibrief für Geschäfte und Webshops sein, um Preise zu manipulieren oder Kundinnen und Kunden zu täuschen.“ Deshalb werde man die Kontrollen weiter verschärfen und noch enger mit der Wirtschaftsinspektion zusammenarbeiten. Zugleich ruft der Minister Verbraucher dazu auf, verdächtige Aktionen über die Plattform consumerconnect.be zu melden. (belga/calü)

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