Dänische Samenbank lieferte Sperma illegal an Belgier

<p>Dänische Samenbank lieferte Sperma illegal an Belgier</p>
Illustrationsbild: picture alliance/dpa

Die Samenbank steht bereits seit Monaten in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass ein einziger Spender in Belgien mehr als 50 Kinder gezeugt hat. Im Mai war der sogenannte Spendenskandal publik geworden. Recherchen ergaben, dass 53 Kinder von 39 verschiedenen Frauen mithilfe des Spermas eines dänischen Spenders entstanden waren, der zudem Träger eines krebserregenden Gens ist. Damit wurde nicht nur gegen die medizinischen Vorsichtsregeln verstoßen – auch die gesetzliche Begrenzung wurde überschritten, wonach das Sperma eines einzelnen Spenders höchstens bei sechs Frauen eingesetzt werden darf.

Am Dienstagnachmittag mussten die Verantwortlichen der Afmps und des föderalen Auditdienstes vor der Gesundheitskommission der Kammer Rede und Antwort stehen. Auf der Tagesordnung standen Inspektionsberichte über belgische Fertilitätszentren sowie der Auditbericht über die Funktionsweise der Afmps selbst. Dieser war vom Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) in Auftrag gegeben worden und legt mehrere Schwachstellen bei der Kontrolle der Zentren offen. Über zweieinhalb Stunden lang beantworteten die Vertreter der Behörde detailliert die zahlreichen Fragen der Abgeordneten. (belga/rt)

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