[Video] Coup im Louvre: Belgische Influencer hängen eigenes Kunstwerk ins Museum

<p>Influencer-Streich im Louvre: Neal und Senne haben ein eigenes Bild in der Mona-Lisa-Halle platzieren.</p>
Influencer-Streich im Louvre: Neal und Senne haben ein eigenes Bild in der Mona-Lisa-Halle platzieren. | Fotos: priva/ Collage: GrenzEcho

Die beiden heißen Neal und Senne – und sie sind keine Unbekannten, wenn es um spektakuläre Aktionen geht. Erst im Mai war es dem flämischen Duo gelungen, sich ohne Tickets ins Stadion zu schleusen, um live das Champions-League-Finale zu sehen. Doch ihr neuester Coup übertrifft selbst das: ein „Kunstwerk“ im meistbesuchten Museum der Welt zu platzieren.

„Neal hat ein bisschen künstlerisches Talent. Er hat eine Leinwand gemalt, auf der wir beide zu sehen sind“, erzählt Senne in dem Video, das unter anderem auf Instagram und TikTok zu sehen ist. Ihr Ziel sei gewesen, dieses Bild trotz der deutlich verschärften Sicherheitskontrollen im Louvre aufzuhängen – seit einem Einbruch vor wenigen Wochen werden Besucher strenger denn je überprüft.

Ein Plan mit LEGO und viel Timing

Um die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, setzten die beiden Freunde auf Improvisation und Erfindungsgeist. Die Leinwand wurde zusammengerollt, der Rahmen bestand aus einem schnell zusammensteckbaren LEGO-Konstrukt. „Mit großen Teilen kommt man niemals durch die Kontrolle“, scherzen sie.

Einmal im Museum, mussten sie schnell handeln. „Wir sind eine Stunde vor Schließung rein, aber schon eine halbe Stunde später sollten alle Besucher den Saal verlassen. Wir mussten uns beeilen“, so Senne. Auf die Wand direkt neben der Mona Lisa hätten sie das Bild unmöglich hängen können – „da stehen einfach zu viele Wächter“. Aber immerhin: Es gelang ihnen, das Kunstwerk in derselben Ausstellungshalle zu platzieren.

Ihre TikTok-Aufnahmen zeigen, wie Neal und Senne durch die Kontrollen gehen, das LEGO-Gestell zusammenbauen und das Bild unauffällig anbringen. Sekunden später verschwinden sie wieder im Besucherstrom.

„Uns war klar, dass das riskant ist“, geben die beiden zu. „Sobald das Bild hing, sind wir gegangen. Wir wollten die Sicherheit nicht provozieren oder abwarten, was passiert.“ Die Vorsicht war nicht unbegründet: Erst kürzlich musste ein YouTuber, der Ähnliches versuchte, eine Nacht im Gefängnis verbringen. (calü)

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