Supermärkte dürfen die ertappten Personen künftig direkt vor Ort eine Vereinbarung unterschreiben lassen und den Betrag über ein Inkassobüro einfordern. Wer die Unterschrift verweigert, muss mit einem Polizeieinsatz rechnen, berichtet die Zeitung „Het Nieuwsblad“.
Hintergrund sind stark steigende Fallzahlen: Die registrierten Ladendiebstähle kletterten in fünf Jahren von 17.891 auf über 24.000. Für Supermärkte, die nur rund zwei Prozent Gewinnmarge erzielen, ist das ein erheblicher Verlust.
Der Branchenverband Buurtsuper.be betont, dass das Modell in den Niederlanden bereits erfolgreich eingesetzt wird. Die Gebühr soll nicht nur den administrativen Aufwand ausgleichen, sondern vor allem abschrecken. „Potenzielle Diebe werden jetzt zweimal nachdenken“, sagt Verbandsdirektor Luc Ardies.
Lehnt ein Dieb die Zahlung ab, wird weiterhin die Polizei eingeschaltet. Neben den rund 2.000 selbstständigen Supermärkten könnten künftig auch große Ketten das System übernehmen. (ag)

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