Schon im Frühjahr hatte Bauschöffe Werner Heeren (Energie) in Aussicht gestellt, dass die Arbeiten 2026 beginnen. Am Zuge ist bei diesem Vorhaben nicht die Gemeinde, sondern die Interkommunale AIDE, die auch die Ausschreibung vorgenommen hatte.
Lontzener Gemeinderat gibt „endlich“ grünes Licht für Montzener Straße
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Dass die Arbeiten an der Montzener Straße nun endlich im nächsten Jahr begonnen werden sollen, ist erfreulich, aber viel zu spät. Und die Aussage von ORES, dass derzeit kein Bedarf für die unterirdische Verlegung der Versorgungsleitungen bestehe, ist definitiv falsch. Dies ist inzwischen noch viel wichtiger geworden, weil jetzt auch noch die Glasfaserleitungen hinzugekommen sind. Das ist ein extrem schützenswertes System, weil im Falle eines Unfalls oder Sturms oder sogar eines absichtlich hervorgerufenen Defektes, die Auswirkungen auf die Infrastruktur immens wären. Darüber wird in Kürze die Internetverbindung und auch die Festnetztelefonie hergestellt werden. Im Fehlerfall werden diese Dinge nicht mehr funktionieren. Die Kupfer-Telefonleitungen sind aber schon seit vielen Jahrzehnten unterirdisch verlegt und damit für solche Störungen unanfällig.
Richtig ist vielmehr, dass ORES kein Interesse an der unterirdischen Verlegung der Leitungen hat und dies sogar mit dem Aufstellen neuer Betonmasten längs der Montzener Straße für die oberirdische Verlegung manifestiert hat. Und genau dort hängen jetzt auch die Glasfaserleitungen. Das ist an Anachronismus kaum zu überbieten: High-Tech auf Low-Tech-Niveau bei der Ausführung.
Diese Misere habe ich schon in 2021 mit ORES besprochen. Damals sagte ORES mir, dass die Strommasten nicht abgeschafft werden könnten, weil ORES dem Kabelfernsehbetreiber genehmigt hätte, seine Leitungen auch darauf zu verlegen und man dies nicht ändern könne. Nur hat hier bei uns niemand mehr einen Kabelfernsehanschluss. Auch führte ORES an, dass man den Hauseigentümern nicht zumuten könne, ihre bisherigen Hausanschlüsse statt am Dach, jetzt am Keller einführen zu lassen.
Nur, wenn man die Montzener Straße mal begeht, sieht man sehr schnell, dass bei keinem einzigem Haus hier die Spannungsversorgung am Dach erfolgt. Bei allen Häusern wird eine Leitung vom Mast nach unten geführt und dann unterirdisch zum Keller hin verlegt.
Eine kleine Geschichte am Rande: Ein Freund, der uns kürzlich besuchte, sagte, dass die Leitungen, wie sie momentan an der Montzener Straße verlegt sind, ihn an Installationen in sehr ländlichen Gebieten Asiens erinnerten. Da ist "Kabelsalat" noch ein sehr schönfärberisches Wort für das, was uns hier vor etwa einem 3/4-Jahr als kurzfristiges Provisorium auf Nachfrage bezeichnet wurde.
Manfred Jantz
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