Im Mittelpunkt des prämierten Projekts steht die sogenannte Panda School, ein Programm, das das Eupener Stadion bewusst zu einem Lernort für gesellschaftliche Werte macht. Schülergruppen aus der gesamten Region besuchen die Anlage am Kehrweg, wo sie sich mit demokratischen Prinzipien, Teamdynamik, respektvoller Kommunikation und inklusivem Zusammenleben auseinandersetzen. Ziel ist es, über den Fußball positive Impulse für die Gesellschaft zu setzen – nachhaltig, alltagsnah und mit klarer sozialer Verantwortung.
Die Jury würdigte, dass die AS Eupen ihr Stadion nicht nur als Sportstätte begreift, sondern als offenen Begegnungsraum, der jungen Menschen Orientierung bietet und ihnen Werkzeuge für ein respektvolles gemeinschaftliches Handeln vermittelt. Die Panda School habe sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der Vereinsidentität entwickelt und stärke spürbar die soziale Verwurzelung des Klubs in Ostbelgien.

Nationale Bühne für Inklusionsprojekte
Die Come Together Awards, die vom Fußballverband, der Pro League sowie vom flänischen (Voetbal Vlaanderen)als auch wallonischen Amateurfußballverband (ACFF) organisiert werden, zeichnen Projekte aus, die sich in besonderer Weise für Inklusion, Respekt und Chancengleichheit im belgischen Fußball einsetzen. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der Föderalminister für Chancengleichheit, Rob Beenders (Vooruit), Nationalspieler Thomas Meunier, und Vertreter der Nationalloterie und des Diversity Boards vom Verband. Nationalspielerin Sari Kees, die verhindert war, schickte zudem eine Videobotschaft.
Neben der AS Eupen wurden zwei weitere Initiativen geehrt: In der Kategorie Amateurvereine gewann SKa Wachtebeke aus Ostflandern. Der Club schafft sichere Trainingsräume für Kinder mit Autismus, ADHS und Jugendliche, die im klassischen Fußballsystem keinen Platz finden. Bei den Organisationen setzte sich die VoG Anim’Jeunes mit dem Projekt Équipe Younited Bastogne durch, das junge Menschen aus prekären Verhältnissen und geflüchtete Jugendliche über den Fußball zusammenbringt und aktiv gegen Rassismus arbeitet.

RBFA-Präsidentin Pascale Van Damme betonte in ihrer Rede, dass die Awards „mehr sind als eine Preisverleihung“. Sie erzählten die Geschichten von Menschen, „die täglich zeigen, dass Veränderung möglich ist“.
Auch ein Jubiläum wurde gefeiert: Der frühere RBFA-Präsident Michel D’Hooghe wurde zu seinem 80. Geburtstag geehrt, unter anderem für sein soziales Engagement und seine Rolle beim Aufbau der „Football Social Responsibility“-Arbeit des Verbandes. (calü)

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