WM-Quali: Schwarze Teufel wollen zweiten Sieg – Coach Dossat setzt auf Bewährtes

<p>Trainer Laurent Dossat</p>
Trainer Laurent Dossat | Foto: belga

„Wir werden denselben Ansatz beibehalten“, erklärte der französische Coach am Mittwoch. „Wenn man mit der Leistung zufrieden ist und ein starkes Team wie Namibia schlägt – warum sollte man dann etwas ändern?“

Gegen die Südamerikaner vertraut Dossat auf dieselbe Startformation wie beim Auftaktsieg. Das sei, so der Trainer, ein Zeichen des Respekts gegenüber beiden Gegnern: „Wir nehmen Brasilien genauso ernst wie Namibia.“ Auch die Spielweise werde nahezu unverändert bleiben. „Es gibt einige technische und taktische Anpassungen, aber die Grundphilosophie bleibt gleich. Der einzige Unterschied ist, dass wir nach 80 Minuten vielleicht in einem Finale gegen Samoa stehen.“

Obwohl Brasilien zum Auftakt deutlich mit 10:48 gegen Samoa verloren hatte, warnt Dossat vor Überheblichkeit. „Außerhalb unseres Teams mag man das Risiko einer Unterschätzung sehen – aber innerhalb der Gruppe besteht keine Gefahr“, betonte der Trainer. „Wir gehen dieses Spiel mit viel Respekt und Demut an.“ Er erwartet eine intensive Partie: „Brasilien wird körperlich stark auftreten, sowohl vorne als auch hinten. Es wird ein harter, physischer Kampf – mit der Art von positiver Anspannung, die man braucht, um fokussiert zu bleiben.“

Auch in der Mannschaft ist man sich der Herausforderung bewusst. Stürmer Jean-Baptiste De Clercq rechnet mit einer harten Auseinandersetzung: „Wir sind nicht das schwerste Team im Turnier. Deshalb müssen wir als Einheit stark auftreten – wenn einer nachlässt, geraten wir schnell in Schwierigkeiten.“

Spielmacher Julien Berger gibt sich dennoch zuversichtlich: „Gegen Namibia, eine physisch sehr starke Mannschaft, haben wir gezeigt, dass wir bereit sind. Wer alle fünf Tage spielt, muss topfit sein – sonst hält man das Tempo nicht durch.“

Ein historisches Ziel vor Augen

Am kommenden Dienstag (18. November) treffen die Belgier in ihrem letzten Gruppenspiel auf Samoa. Nur der Turniersieger erhält das 24. und letzte Ticket für die Rugby-Weltmeisterschaft 2027 in Australien – für Belgien wäre es eine Premiere.

Forward Maxime Jadot spürt den Druck, aber auch die Motivation: „Natürlich ist der Druck groß – das hier ist ein außergewöhnliches Turnier, und wir sind es nicht gewohnt, in dieser Konstellation zu spielen. Aber an ein mögliches Finale denken wir noch nicht. Nach dem Sieg gegen Namibia galt der volle Fokus sofort Brasilien.“ (belga/calü)

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