Das Pariser Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad, zu begrenzen und bis 2050 die Netto-Null bei den CO₂-Emissionen zu erreichen. Doch von diesem Ziel ist der belgische Bankensektor noch weit entfernt.
Große Lücken zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Climact hat die Klimapläne von 13 belgischen Banken, darunter die vier großen Institute, untersucht und mit Nachhaltigkeitsteams von elf Häusern gesprochen. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Nur 38 Prozent der Banken verfolgen konkrete Pariser Klimaziele in wenigstens einem Geschäftsbereich.
Zwar setzen sechs von zehn Banken eigene kurzfristige Nachhaltigkeitsziele – etwa für die Vergabe grüner Kredite oder die Entwicklung nachhaltiger Finanzprodukte. Doch diese Ziele sind oft nicht an die Pariser Vorgaben gekoppelt, variieren stark von Bank zu Bank und sind rechtlich unverbindlich.
Etwa fünf Banken haben laut Studie bislang überhaupt keine klaren Klimaziele formuliert.
Schwierige Datenerhebung und uneinheitliche Politik
Ein zentrales Problem sei die mangelnde Datenlage: Viele Banken hätten Schwierigkeiten, belastbare Informationen über die Klimawirkung ihrer Kunden zu erfassen, so die Studienautoren. Zudem erschwere das uneinheitliche Vorgehen der Regionen eine kohärente Klimapolitik im Finanzsektor.
Die belgischen Banken sind im Rahmen der EU-Richtlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet, über ihre Klima- und Umweltstrategien Rechenschaft abzulegen. Dazu gehört auch, offenzulegen, welche Maßnahmen sie gegen den Klimawandel ergreifen und wie hoch sowohl die eigene als auch die durch ihre Kunden verursachte CO₂-Bilanz ist. (belga/calü)

Kommentare
So langsam ist auch bei den Banken angekommen, dass der peak des Klimawahns überschritten ist und kein Geld mehr damit verdient werden kann. Wenn Typen wie Gates abspringen, bleibt soetwas nicht unbemerkt.
Bill Gates?
Doch wohl nicht dieser Bill Gates, der vor 5 Jahren dieses damals viel bejubelte Buch geschrieben hat: "Wie wir die Klimakatastrophe verhindern: Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind" |
"Sonderpreis Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2021. Der SPIEGEL-Bestseller."
Auf Amazon geben 66 % 5 Sterne und 23 % deren 4.
So schnell wird also aus einem Paulus ein Saulus.
Hängt da etwa einer flugs sein Mäntelchen nach dem neuesten Trump-Wind?
So einfach ist es natürlich nicht.
"Der Klimawandel sei ernst, schrieb Gates auf seinem Blog Gates Notes. Titel des Beitrags: „Drei unbequeme Wahrheiten über das Klima“.
Aber man habe bereits große Fortschritte gemacht. Er mahnte, dass durch den Kampf gegen die globale Erwärmung Themen wie Gesundheit und Gleichberechtigung in den Hintergrund rückten, und kritisierte insbesondere die „Weltuntergangsrhetorik“ mancher Aktivist:innen. Der Klimawandel werde nicht zum Untergang der Menschheit führen, wiegelte er ab. Und weiter: „Die Menschen werden in absehbarer Zukunft an den meisten Orten der Erde leben und gedeihen können.“
(taz 29.10.2025 Hat Bill Gates plötzlich etwas gegen Klimapolitik?)
Wie bitte?
"und kritisierte insbesondere die „Weltuntergangsrhetorik“ mancher Aktivist:innen."
Wie war noch mal der Buchtitel?
Trump wäre nicht Trump, wenn er diese Stellungnahme von Bill Gates nicht sofort falsch interpretiert hätte und nicht in ein völlig unangebrachtes Triumphgeheul ausgebrochen wäre:
„Ich (WIR!) haben gerade den Krieg gegen den Klimawandel-Hoax gewonnen. Bill Gates hat endlich zugegeben, dass er in dieser Frage völlig FALSCH lag. Das erforderte Mut, und dafür sind wir ihm alle dankbar. MAGA!!!“
Das ist das Niveau des mächtigsten Mannes der USA und der Welt ! Propaganda geht über intellektuelle Redlichkeit. J.G. hätte seine Freude daran gehabt.
Wer wirklich am Thema interessiert ist, findet hier eine Analyse der Thesen von Bill Gates:
„Harte Klimawahrheiten Bill Gates’ Kampf gegen einen Strohmann“
(SPON 31.10.2025) Einfach googeln !
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