Und wie die Kollegen von „De Standaard“ schreiben, wurde inzwischen auch das Militär in aller Diskretion eingeschaltet. Das sogenannte C-UAS-Team (Counter Unmanned Aerial Systems) der föderalen Polizei wurde 2021 gegründet.
„Wir zählen rund 30 ausgebildete Beamte. Wir verfügen über zwei Antennen zur Erkennung feindlicher Drohnen, vier Jammer zum Blockieren und drei Netzwerfer, um sie aus der Luft zu holen“, wird eine interne Quelle in der Zeitung „Het Nieuwsblad“ zitiert. Mehrere Medien berichten, dass die Einheit nicht kontaktiert wurde, als der Flugbetrieb auf dem Landesflughafen am Dienstag vorübergehend eingestellt werden musste. Offenbar wurde der Polizeiführung erst spät bewusst, dass sie das Anti-Drohnen-Team hätte einsetzen können. „An diesem Wochenende mussten wir schließlich ausrücken. Wir haben nun eine Antenne in der Nähe des Flughafens Zaventem und eine weitere im Zentrum von Brüssel installiert. Die Flughäfen von Ostende, Charleroi und Lüttich sichern wir so gut wie möglich ab.“ Laut „De Standaard“ ist mittlerweile auch das Militär eingebunden, um die Störungen zu beenden. Das Verteidigungsministerium arbeitet eng mit der Flughafenpolizei, der lokalen Polizei und mehreren internationalen Partnern zusammen. Drohnenzwischenfälle gab es immer wieder in den vergangenen Wochen. (belga/sc)

Kommentare
Wenn man diesen Artikel liest ist man genötigt, zunächst einmal auf den Kalender zu schauen: 10. November… nicht 1. April.
Da verfügt Belgien also seit 4 Jahren über eine 30 “Mann” starke Truppe zur Drohnenabwehr und wenn die Sicherheit des Landes durch Drohnen gefährdet ist… vergisst man, dass es dieses Instrument gibt?
Dies lässt kein gutes Gefühl aufkommen, wenn man hinterfragt wie effektiv die kurzfristig vom belgischen Verteidigungsminister verplanten 50 Millionen Euro und die langfristigen 500 Millionen (!!!) Euro zur Drohnenabwehr in Zukunft wohl eingesetzt werden. Bisher wurde keine einzige Drohne vom Himmel geholt und die Urheber dieser massiven Störaktionen konnten immer noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden.
Mir will die Summe von 500 Millionen € seit Tagen nicht aus dem Kopf gehen. Nach dieser Meldung erst recht nicht.
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