„Ich stehe voll und ganz hinter der Reform von Adrien Dolimont. Sie war richtig, mutig und sozial gerecht. Jetzt geht es darum, sie strategisch weiterzuentwickeln – einfacher, wirksamer und mit klarem Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Mauel.
Während die föderalen Haushaltsverhandlungen in Brüssel feststecken, wolle die Wallonie laut Mauel zeigen, dass verantwortungsvolle Politik möglich sei. Für den Haushalt 2026 seien Einsparungen von 270 Millionen Euro vorgesehen. Bis 2029 soll das Haushaltsgleichgewicht erreicht werden. Der Sparpfad schließe Investitionen jedoch nicht aus. „Diese Regierung zeigt, dass man sparen kann, ohne den Fortschritt zu bremsen. Es geht nicht darum, weniger zu tun, sondern es besser zu machen und so Einsparungen zu erzielen“, so Mauel.
Ein zentraler Baustein dieser Politik ist aus Sicht der Abgeordneten die Reform der Eintragungsgebühren, die seit Januar 2025 vollständig in Kraft ist. Die Senkung von 12,5 Prozent auf 3 Prozent beim Kauf von Immobilien habe Bewegung ausgelöst. So wurde vom Verband des belgischen Notariats (Fednot) ein Anstieg der Immobilientransaktionen um 17 Prozent in der Wallonie insgesamt – im Bezirk Verviers sogar um 29 Prozent – verzeichnet. Parallel stiegen die Immobilienpreise im Durchschnitt um 12,9 Prozent, was laut Mauel „als Zeichen wirtschaftlicher Aktivität und Investitionsbereitschaft“ zu werten sei.
Steuerrecht soll weiter vereinfacht werden.
„Die Steuerreform wirkt. Sie schafft Bewegung, ohne den Markt zu verzerren“, heißt es seitens der Liberalen. Diese Investitionsbereitschaft erzeuge laut Mauel auch langfristige Vorteile: „Auch wenn die Immobilienpreise unter anderem einer jährlichen Preisentwicklung, der allgemeinen Inflation oder der Nachfrage folgen, so bleibt dieser Wert heute beim Bürger, im Eigentum und in der Region. Zuvor floss dieses Geld glatt ans Steueramt.“
Gleichzeitig macht die Regionalabgeordnete deutlich, dass die Reform nur ein erster Schritt gewesen sei. Nun gehe es darum, das Steuerrecht weiter zu vereinfachen, veraltete Regelungen zu überarbeiten und neue gesellschaftliche Herausforderungen – wie Energieeffizienz oder die Unterstützung von Familien – stärker einzubeziehen.
Konkrete Vorschläge will Mauel in den kommenden Monaten vorstellen. Gespräche mit dem Kabinett Dolimont, den Koalitionspartnern sowie den zuständigen Verwaltungen liefen bereits. „Mein Ziel ist es, als Ostbelgierin die Dynamik in der wallonischen Steuerpolitik, die uns hier voll betrifft, aktiv mitzugestalten und sie so weiterzuentwickeln, dass sie für die Bürger und Bürgerinnen einfach, fair und zukunftsorientiert bleibt.“
Auch die anstehenden Haushaltsdebatten im Parlament würden die Steuerpolitik erneut in den Mittelpunkt rücken. Mauel, die Vizevorsitzende des zuständigen Ausschusses ist, hebt hervor: „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Politik in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, denn wir wollen, dass unsere Politik die Bürger und die Verwaltung entlastet. Vor allem Steuerpolitik soll ein Werkzeug bleiben und kein Hindernis.“ Für die MR-Abgeordnete steht dieser Ansatz für ein modernes, liberales Verständnis von Staat und Verantwortung. „Steuerpolitik ist der Hebel, den wir in der Wallonie bewegen können. Und wenn er richtig eingestellt ist, kann er Wachstum, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt gleichzeitig stärken.“ (red/nc)

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