[Video] Umweltgruppen warnen vor Gesundheitsrisiken durch Ineos-Anlage

Die Initiatoren verweisen auf „neue alarmierende Berichte“, die von bis zu zehn möglichen Todesfällen pro Jahr durch den Betrieb der Anlage ausgehen. Zudem seien die globalen Klimaauswirkungen sowie die Folgen für die öffentliche Gesundheit bislang deutlich unterschätzt worden.

Bereits 2020 war erstmals Beschwerde gegen das Projekt eingereicht worden. Dieses Mal liege die Situation jedoch anders, betonen die Organisationen. „Die Anlage steht kurz vor der Fertigstellung. Damit lässt sich die Dringlichkeit nun klar belegen“, erklärt Dries Verhaeghe von der Vereinigung Dryade. Man gehe davon aus, dass das Verfahren vor dem Genehmigungsstreit-Rat schneller verlaufen werde als früher – ein Entscheid könnte demnach in drei bis vier Monaten fallen.

Ineos hatte im Laufe der Jahre mehrere Genehmigungen für den Ethan-Cracker beantragt, gegen die wiederholt Einsprüche eingelegt wurden. Einige Verfahren sind noch nicht abgeschlossen. Die flämische Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA) hatte Anfang 2024 zunächst eine bedingte Genehmigung erteilt, bevor Ende Juli desselben Jahres die endgültige Genehmigung folgte.

Auch die niederländischen Provinzen Zeeland und Nordbrabant waren wiederholt juristisch gegen das Projekt vorgegangen, hatten ihre Verfahren jedoch inzwischen eingestellt.

Ineos bedauert, dass die rechtliche Sicherheit für Industrieinvestitionen in Europa „ständig infrage gestellt“ werde. (belga/rt)

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