Um 8.53 Uhr hatten die Angreifer auf Telegram erklärt, neben Proximus und Scarlet auch ein internes Portal von Telenet attackiert zu haben. Telenet-Sprecher Stefan Coenjaerts widersprach jedoch: „Unsere Systeme wurden nicht gehackt. Keine unserer Webseiten war offline.“
Bei einer DDoS-Attacke wird eine Website mit einer großen Menge an künstlichem Datenverkehr überlastet, sodass sie für reguläre Nutzer nicht mehr erreichbar ist. Es werden dabei keine Daten gestohlen.
Proximus-Sprecher Fabrice Gansbeke erklärte, die Attacke sei bereits gegen 7.20 Uhr erkannt und Gegenmaßnahmen sofort eingeleitet worden. Ab 7.30 Uhr habe man eine stark erhöhte Netzlast registriert. Die Auswirkungen seien jedoch „sehr begrenzt“ geblieben. Möglich sei lediglich, dass Nutzer im Ausland zeitweise keinen Zugang hatten.
„Eine DDoS-Attacke ist eine eher primitive Form des Cyberangriffs. Bestimmte Gruppen führen solche Aktionen regelmäßig durch. Unsere Systeme sind darauf vorbereitet und die Dienste unserer Kunden waren nicht betroffen“, so Gansbeke.
Ziel ähnlicher Störaktionen waren am Mittwochvormittag auch die Webseiten eines Industrieausrüsters in Wavre (CP Bourg) sowie die Gemeinde Komen-Waasten in Hennegau.
Die Hacker verwiesen auf Äußerungen des belgischen Verteidigungsministers Theo Francken (N-VA) in einem Interview mit Humo, in dem dieser gesagt hatte, die NATO würde Moskau „plattmachen“, sollte Russland Brüssel angreifen. Die Gruppe kommentierte: „Wir raten dem belgischen Minister, solche Aussagen zu unterlassen.“ (belga/rt)

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