Missbrauchsüberlebende aus Belgien treffen Papst Leo XIV

<p>Eine Delegation belgischer Missbrauchsüberlebender wird am Samstag im Vatikan von Papst Leo XIV empfangen.</p>
Eine Delegation belgischer Missbrauchsüberlebender wird am Samstag im Vatikan von Papst Leo XIV empfangen. | Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

Papst Franziskus hatte im September 2024 während seines Besuchs in Brüssel bereits eine Delegation von Betroffenen empfangen und sie zu einer Fortsetzung des Austauschs im Vatikan eingeladen. Das Treffen sollte ursprünglich um Ostern dieses Jahres stattfinden, wurde jedoch nach seinem Tod verschoben. Sein Nachfolger, Leo XIV, möchte die Zusage einlösen und empfängt nun die Gruppe am Samstag.

Nach Angaben der „Gruppe der 15“ waren mehr als zwanzig Anfragen über einen Zeitraum von sechs Monaten erforderlich, um dieses Treffen zu ermöglichen.

„Der 8. November ist eine einzigartige Gelegenheit, die Umsetzung der Schutzmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen der kirchlichen Hierarchie zu bewerten – und die Ergebnisse direkt dem Oberhaupt der katholischen Kirche vorzulegen“, erklärt die Delegation. Die Begegnung sei bewusst nicht zeremoniell, sondern als offizielle Auswertung gedacht. Dabei soll deutlich werden, „ob die Kirche bereit ist, empathisches Zuhören mit konkreter Verantwortung zu verbinden“.

Die „Gruppe der 15“ vertritt nach eigenen Angaben mehr als 1.500 anerkannte Opfer in Belgien. Sie betont, dass ein echter Dialog mit den belgischen Bischöfen und höheren Kirchenbehörden weiterhin nicht möglich sei. Die Delegation fordert ein Ende kirchlicher Strategien der reinen Schadensbegrenzung sowie eine vollständige Entschädigung der erlittenen Schäden – in Belgien wie weltweit. (belga/rt)

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