Sexuell übertragbare Infektionen nehmen zu – Testwoche soll Bewusstsein stärken

<p>Sexuell übertragbare Infektionen nehmen zu – Testwoche soll Bewusstsein stärken</p>
Illustrationsbild: picture alliance/dpa/International AIDS Society/Jordi Ruiz Cirera/Panos Pictures

Der Anlass ist dringend: Laut dem jüngsten Bericht des belgischen Gesundheitsinstituts Sciensano nimmt die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen in Belgien weiter zu. Erkrankungen wie Chlamydien, HIV, Syphilis oder Gonorrhoe sind in allen Bevölkerungsgruppen auf dem Vormarsch – sowohl bei Heterosexuellen als auch bei Männern, die Sex mit Männern haben. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind betroffen.

Nach Angaben von O’Yes ist es daher notwendig, die Präventionsgewohnheiten zu stärken. Eine Umfrage der Organisation Sensoa aus dem Jahr 2024 ergab, dass 38 Prozent der 20- bis 29-Jährigen in den vergangenen sechs Monaten kein Kondom benutzt haben.

„Das Testen spielt eine zentrale Rolle in einer umfassenden und wirksamen Prävention“, betont O’Yes. „Kondome sind zwar unerlässlich, um das Risiko zu verringern, aber keine Methode schützt zu hundert Prozent.“ Regelmäßige Tests seien wichtig, „um die eigene Gesundheit und die der Partner zu schützen“.

Viele Infektionen verlaufen ohne Symptome und bleiben daher lange unentdeckt. Ohne rechtzeitige Behandlung können sie jedoch ernsthafte Komplikationen verursachen.

Die Europäische Testwoche, die seit 2013 jährlich organisiert wird, ermöglicht kostenlose, anonyme Tests – ohne Termin und ohne ärztliche Verschreibung. Parallel dazu läuft eine Sensibilisierungskampagne in den sozialen Medien, die besonders junge Menschen und die breite Bevölkerung dazu anregen soll, sich testen zu lassen und so die Zahl der Infektionen zu senken. (belga/rt)

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