Von der filigranen Poesie der Sandmalerei über die dynamische Kraft der Capoeira bis hin zu den leidenschaftlichen Klängen spanischer Meisterwerke entfaltet sich ein künstlerisches Erlebnis, das alle Sinne anspricht.
Ab elf Uhr lädt das Familienkonzert des Duos Piano & Sand Kinder ab fünf Jahre und alle Junggebliebenen zu einer kreativen Reise ein, bei der Klavier und Sandmalerei sich zu einer lebendigen Erzählung verbinden. Während Pianistin Sabina Hasanova Auszüge aus Tschaikowskys „Nussknacker“ und Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ spielt, lässt die Sandkünstlerin Anna Vidyaykina vor den Augen des Publikums beeindruckende Bilder entstehen, die sich mit jedem Takt verändern. So wird Musik sichtbar und eröffnet eine Welt voller spielerischer Fantasie.
Rhythmus trifft auf Bewegung, Tradition auf Moderne.
Am Nachmittag trifft ab 16.30 Uhr Rhythmus auf Bewegung, Tradition auf Moderne. In „A hora de simbora“, einer Auftragskomposition des OstbelgienFestivals, verbindet der in Ostbelgien ansässige Pianist und Komponist Franck Bovet die archaischen Klänge von Berimbau, Pandeiro und Atabaque mit der Energie des Jazz. Alte Capoeira-Lieder treffen auf zeitgenössische Rhythmen, während die Capoeiristas von Capoeira Aachen e.V. unter der Leitung von Professor Lagosta mit fließenden Kicks, akrobatischen Figuren und pulsierendem Spiel den Geist dieser einzigartigen Kunstform lebendig werden lassen. Aus Musik, körperlichem Ausdruck und Emotion entsteht eine mitreißende Einheit, die den Raum in Schwingung versetzt.
Den Abschluss dieses nuancenreichen Tages bildet um 19.30 Uhr ein Klavierrezital des spanischen Pianisten Luis Fernando Pérez, eingebettet in die 30. Ausgabe des Europalia-Festivals, das die kulturelle Vielfalt Spaniens und den visionären Künstler Francisco de Goya feiert. Mit brillanter Virtuosität und großer Ausdruckskraft lässt Pérez die Seele Spaniens in all ihren Facetten erklingen – zart, feurig, poetisch und voller Leidenschaft. In Werken von Mompou, Granados, Albéniz und de Falla entfaltet sich ein Panorama aus Klangfarben und Emotionen, das vom flüchtigen Zauber der Kindheit bei Mompou bis zur mystischen Glut des Werkes „El amor brujo“ reicht. (red/mcfly)

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