Kurzarbeit im Baugewerbe auf niedrigstem Stand seit zehn Jahren

<p>Trockenes Frühjahr sorgt für weniger Kurzarbeit auf Baustellen.</p>
Trockenes Frühjahr sorgt für weniger Kurzarbeit auf Baustellen. | Foto: Monika Skolimowska/dpa

Im zweiten Quartal dieses Jahres waren durchschnittlich 21.697 Bauarbeiter vorübergehend ohne Arbeit – fast die Hälfte weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders deutlich ist der Rückgang bei der sogenannten Schlechtwetter-Kurzarbeit: Ihre Zahl sank von 29.684 im Jahr 2023 auf 10.146 – ein Minus von 45,2 Prozent.

Grund dafür war laut Acerta das außergewöhnlich trockene und milde Frühjahr, das kaum wetterbedingte Stillstände auf Baustellen verursachte. „Das Wetter war günstig, aber der wirtschaftliche Druck auf die Branche bleibt groß“, erklärt Acerta-Experte Dirk Vanderhoydonck.

Denn während die Zahlen bei der Schlechtwetter-Kurzarbeit sanken, blieb die wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit mit durchschnittlich 11.055 Betroffenen pro Monat weiterhin hoch. „Die temporäre Arbeitslosigkeit wirkt wie ein Puffer für Unternehmen, die sich in einer schwierigen Lage befinden“, so Vanderhoydonck weiter.

Trotz der positiven Entwicklung im Frühjahr bleibt die Bauwirtschaft damit in einer angespannten Lage – geprägt von hohen Materialkosten, Fachkräftemangel und einer schwächeren Nachfrage in einigen Teilsektoren. (belga/calü)

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