Beim FC Antwerp hielt AS-Trainer Bruno Pinheiro, was er vor dem Spiel versprochen hatte: Gegen den ältesten Verein des Landes baute er seine Startelf im Vergleich zum Sieg gegen Jong Genk auf sechs Positionen um: Nurudeen, Kennedy, Wedingo, Bokadi, Prunier und Busquets spielten von Anfang an, für sie rückten Hiller, Nuhu, Möhwald, Atteri, Paeshuyse und Plastun auf die Bank. Am Mittwochabend stand auch Amadou Keita zum ersten Mal seit seiner Verletzung (Muskelriss) im Kader der „Pandas“.
Beim kriselnden FC Antwerp, der auf große Rotation verzichtete, führte Van Genechten die AS Eupen als Kapitän auf den Rasen. Seine Eupener gerieten in einem stimmungsvollen Bosuil-Stadion bereits nach weniger als drei Minuten in Rückstand: Nach einem Rückpass von Gavory konnte Nurudeen den Ball nicht kontrollieren und ließ ihn direkt vor die Füße von Janssen abprallen – der wiederum nutzte den haarsträubenden Patzer von Nurudeen eiskalt aus, 1:0.

Nach dem frühen Führungstreffer übernahm Antwerp komplett die Kontrolle und drückte Eupen in die eigene Hälfte. Für Entlastung wollte die AS unter anderem über Konter sorgen. Nach zehn Minuten verpasste Prunier einen Pass in die Spitze. In Gefahr geriet das 1:0 von Antwerpen nicht – stattdessen erhöhte Janssen in der 20. Minute auf 2:0.
Im Eupener Tor leistete sich Nurudeen in der 25. Minute die nächste Unsicherheit, ehe Bokadi nur wenige Augenblicke später folgenschwer patzte. Nach einer misslungenen Kontrolle verlor der Innenverteidiger den Ball an Hamdaoui, der sicher zum hochverdienten 3:0 traf.

Das Spiel war nun so klar, wie man es im Vorfeld eigentlich hätte vermuten müssen: Als Außenseiter brachte ein desolates Eupen den FC Antwerp vor der Pause zu keinem Zeitpunkt in Bedrängnis. So gingen die insgesamt chancenlosen Ostbelgier mit einem auch in der Höhe verdienten 0:3-Rückstand und ohne Torschuss in die Halbzeitpause. Sekunden vor dem Ende des ersten Durchgangs hatte Nurudeen sogar noch den vierten Gegentreffer verhindert.
Nach dem Seitenwechsel ging es für die AS, die etwas überraschend ohne Wechsel aus der Kabine gekommen war, um Schadensbegrenzung. Entschieden war das Spiel bereits – Antwerpen verwaltete seinen Vorsprung problemlos. Eupen versuchte zwar mehr, blieb aber lange harmlos. Nach knapp 65 Minuten kamen Nuhu und Möhwald für Bitumazala und Müller in die Partie, der vollkommen verunsicherte Nurudeen wurde mit viel Sarkasmus für jeden Ballkontakt von den Antwerpener Fans bejubelt.
Nach dem Anschlusstreffer war Eupen im Spiel.
20 Minuten vor Schluss verkürzte Busquets mit der ersten richtigen Chance von Eupen auf 3:1 – sollte es doch noch spannend werden? Nach dem Anschlusstreffer wirkte Antwerpen kurzzeitig zumindest etwas verunsichert, die AS war zum ersten Mal am Mittwochabend richtig im Spiel. Eine Viertelstunde vor Schluss feierte Keita sein Comeback, er kam für Barès.
Für immerhin kämpfende Eupener bot sich in der Nachspielzeit noch die Chance auf das 3:2, als der eingewechselte Möhwald an Nozawa scheiterte. So blieb es im Bosuil beim 3:1 für den FC Antwerp.
Am Samstag (16 Uhr) trifft die AS Eupen auswärts auf die U23 von KAA Gent.

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