Damit, so Embuild, werde die Lage massiv unterschätzt. „Die offiziellen Polizeizahlen geben die Realität nicht annähernd wieder. Viele Unternehmen glauben, eine Anzeige bringe ohnehin nichts oder die Polizei könne kaum etwas tun. Das ist ein Irrtum“, betont Embuild-CEO Niko Demeester.
Allein 2023 wurden offiziell 2.514 Baustellendiebstähle registriert. Tatsächlich dürfte die Dunkelziffer aber deutlich höher liegen. Der Verband ruft daher alle Bauunternehmer dazu auf, konsequent Anzeige zu erstatten – nicht nur, um eine realistische Datengrundlage zu schaffen, sondern auch, um präventive Maßnahmen gezielter einsetzen zu können.
Kleine Geräte am stärksten betroffen
Besonders häufig gestohlen werden kleine Werkzeuge und Maschinen wie Bohrer, Sägen oder Hämmer (44 % der gemeldeten Fälle). An zweiter Stelle folgen Baumaterialien (30 %). Auch größere Geräte wie Betonmischer oder Verputzmaschinen stehen auf der Liste (10 %). Selten betroffen sind hingegen schwere Maschinen wie Generatoren und Kompressoren (3 %) sowie Fahrzeuge (1 %).
Um sich besser zu schützen, empfiehlt Embuild zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen: Zäune rund um die Baustelle, ausreichende Beleuchtung, Überwachungskameras, Bewegungsmelder sowie die Aufbewahrung wertvoller Geräte in verschlossenen Containern. Auch Markierungssysteme und moderne Tracking-Technologien können helfen, gestohlenes Material wiederzufinden. (belga/calü)

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