Nach Abstieg in der Nations League: WM-Quali wird für Red Flames „deutlich schwieriger“

<p>Ella Van Kerkhoven (Bildmitte) war nach dem Schlusspfiff am Dienstagabend in Löwen sichtlich bedient.</p>
Ella Van Kerkhoven (Bildmitte) war nach dem Schlusspfiff am Dienstagabend in Löwen sichtlich bedient. | Foto: Photo News

Dabei sah es lange Zeit nach einem Happy End aus: Tessa Wullaert brachte Belgien in der ersten Halbzeit mit zwei Treffern 2:0 in Führung. Damit wäre eine Verlängerung in Reichweite gewesen. Doch kurz vor Schluss traf Irland und zerstörte die belgischen Hoffnungen.

Da die Flames das Hinspiel in Dublin mit 2:4 verloren hatten, war der Erfolg im Rückspiel nicht ausreichend, um die Klasse zu halten. „Natürlich ist das schade“, sagte Cayman nach dem Match. „Es ärgert uns, weil wir gut ins Spiel gestartet sind und eine starke erste Halbzeit gespielt haben. Nach der Pause haben wir dann etwas nachgelassen – auch durch den Druck der Irinnen, die viel direkter gespielt haben. Bei den langen Bällen war es oft 50:50, und beim Gegentor standen wir einfach schlecht. Aber das ist eben auch ihre Stärke.“

Auch Nationaltrainerin Elisabet Gunnarsdottir zeigte sich nach Abpfiff sichtlich enttäuscht: „Ich bin sehr frustriert. Wir haben 45 Minuten lang großartigen Fußball gezeigt und dann die Kontrolle verloren. Wir mussten zwei Tore erzielen, das haben wir souverän geschafft – ohne Panik, mit zwei schönen Treffern. Aber nach der Pause haben wir unser Momentum verloren. Ich weiß nicht, warum.“

<p>Janice Cayman gegen Irland in Aktion</p>
Janice Cayman gegen Irland in Aktion | Foto: Photo News

Die Isländerin sprach von einem „50:50-Spiel“, in dem Irland am Ende die entscheidende Chance nutzte. „In der ersten Hälfte hatten wir die richtige Mentalität. Aber um das über 90 Minuten durchzuhalten, braucht man nicht nur Energie im Kopf, sondern auch körperlich. Vielleicht haben wir uns verausgabt.“

Harte Konsequenzen für WM-Qualifikation

Cayman machte deutlich, was der Abstieg bedeutet: „Die direkte Qualifikation für das WM-Turnier ist aus der Liga B heraus nicht möglich. Nur die Gruppensieger der Liga A fahren direkt zur WM. Die Aufgabe wird deutlich schwieriger – aber wir nehmen diese Herausforderung an, auch wenn wir unbedingt in der höchsten Liga bleiben wollten.“

<p>Elisabet Gunnarsdottir steht nach dem Abstiegunter Druck.</p>
Elisabet Gunnarsdottir steht nach dem Abstiegunter Druck. | Foto: Photo News

Die Qualifikationen zu Europa- und Weltmeisterschaften orientieren sich am Nations-League-System. Klassische Qualifikationsgruppen wie bei den Männern gibt es im Frauenfußball nicht mehr. Für die Flames bedeutet das: Nur mit einem Umweg über die Play-offs könnten sie das Ticket für Brasilien lösen, wo die Endrunde vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 stattfindet.

„Ich habe mich komplett auf den Klassenerhalt konzentriert“, erklärte Gunnarsdottir. „Jetzt stehen wir vor einer viel schwierigeren Aufgabe. Aber wir geben nicht auf. Mein Ziel bleibt gleich: Ich will mit diesem Team die großen Turniere erreichen. Wir müssen jetzt einen Umweg gehen, aber ich glaube fest an die Entwicklung der Mannschaft.“

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