Mit dem ehemaligen Spieler an der Seitenlinie wagten die Emmelser im Sommer 2024 den Neustart, setzten statt auf Transfers wieder hauptsächlich auf eigene Kräfte. Den Abstieg als abgeschlagenes Schlusslicht der 2. Provinzklasse C nahmen die Verantwortlichen in Kauf, eine Etage tiefer sollten sich die jungen Wilden mit weniger Tabellendruck entwickeln und mittelfristig den Blick nach oben richten.
Doch die Realität in der neuen Saison sieht anders aus: Erst am siebten Spieltag gelang gegen Hautes Fagnes der erste Sieg (3:2), allzu oft bemängelte Dany Lehnen Mentalität und Kampfgeist in seiner Truppe. „Hautes Fagnes war ein Lichtblick, und selbst das Spiel gegen Malmedy B war in Ordnung (0:3), aber Bütgenbach war ganz schlimm“, erklärte er angesichts der 0:4-Pleite am Sonntagnachmittag. Antoine Deltour, Tamino Brancato und ein doppelter Tobias Johanns bescherten dem FCB den vierten Sieg in Folge und Emmels die insgesamt siebte Niederlage. Erschwerend hinzu kam der Nasenbruch von Torhüter Matteo Vilz in der fünften Minute. Für ihn rückte Jason Schöpges ins Tor, er hatte bereits einmal im Pokal sowie letzte Saison gegen Elsaute B zwischen den Pfosten ausgeholfen.
„In der Pause habe ich noch an die Mannschaft appeliert, aber es gab kaum eine Reaktion von uns. Jetzt ist es noch früh genug, dass sich etwas ändern kann. Denn es zählt der Verein – nicht ich und auch nicht einzelne Spieler. Es ist wichtig, dass ein neuer Impuls kommt und es wieder in die richtige Richtung geht.“ Denn nach dem Heimspiel gegen den FC Eupen B am Samstag (20 Uhr) wartet am 9. November (14.30 Uhr) das immens wichtige Duell mit Schlusslicht Baelen. Wer dann auf der Trainerbank Platz nimmt, steht noch nicht offiziell fest.
Hinter dem angesprochenen Projekt steht Dany Lehnen, der mit Emmels saisonübergreifend schlussendlich nur fünf Ligasiege feierte, dennoch weiterhin: „Emmels ist eine Herzensangelegenheit und wird es auch bleiben. Dass der Cut heftig werden würde, wussten wir, und das Schlimmste ist ja: Die Qualität ist da. Das Baelen-Spiel muss richtig vorbereitet werden, jetzt bleibt noch genug Zeit dafür.“

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