DG und Flagey verlängern Partnerschaft

<p>Flagey-Direktor Gilles Ledure (l.) und Minister Gregor Freches bei der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens</p>
Flagey-Direktor Gilles Ledure (l.) und Minister Gregor Freches bei der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens | Fotos: Jennifer Kniepen/Kabinett

Die Partnerschaft besteht seit 2014. Sie soll Kulturschaffenden aus Ostbelgien weiterhin den Zugang zu einer bedeutenden Bühne in der Hauptstadtregion ermöglichen. Zugleich soll die Sichtbarkeit der kleinen Gemeinschaft im kulturellen Leben Brüssels gestärkt werden.

Minister Freches (PFF) betonte bei der Unterzeichnung die Bedeutung dieser Kooperation. Er erklärte, dass kultureller Austausch ein zentraler Bestandteil der ostbelgischen Identität sei. Das Flagey biete dafür einen Ort, an dem Kultur aus Ostbelgien ein internationales Publikum erreiche. Der neue Vertrag setzt an die bisherigen Erfahrungen an, wurde aber flexibler gestaltet. Das Flagey verpflichtet sich, innerhalb der kommenden drei Jahre sechs kulturelle Aktivitäten mit ostbelgischer Beteiligung zu organisieren. Dazu zählt mindestens ein Projekt mit pädagogischem Schwerpunkt. Außerdem wird vereinbart, dass das Förderlogo Ostbelgiens in allen Publikationen erscheint. In der Jahresbroschüre wird künftig auch ein Vorwort in deutscher Sprache enthalten sein.

Die Zusammenarbeit habe in den vergangenen Jahren wiederholt Projekte hervorgebracht, die sowohl künstlerisch als auch pädagogisch wahrgenommen wurden, heißt es in einem Kommuniqué. Im März 2024 erlebten mehr als 50 Schüler des ECEF aus Eupen im Flagey ein interaktives Schulkonzert mit dem Brussels Philharmonic und ReMuA. Die Eupenerin Chantal Heck begleitete die Kinder mit Workshops und moderierte das Konzert. Im November 2024 stellte der ostbelgische Komponist Paul Pankert gemeinsam mit dem Pianisten Fabian Coomans sein Werk „Partita Ritardata“ vor. Das Konzert rückte zeitgenössische ostbelgische Musik in den Vordergrund und fand beim Publikum großen Anklang.

Gilles Ledure hob bei der Vertragsunterzeichnung die Rolle des Flagey als Ort des Austauschs hervor. Er verwies auf die besondere Stellung der Deutschsprachigen Gemeinschaft zwischen germanischen und romanischen Kulturtraditionen. Diese Vielfalt solle auch künftig in gemeinsamen Projekten sichtbar werden.

Das Fördervolumen für die neue Laufzeit beläuft sich auf insgesamt 30.000 Euro. Freches zeigte sich zufrieden mit der Fortsetzung. Die Vereinbarung eröffne Möglichkeiten, stärke Netzwerke und trage dazu bei, dass ostbelgische Künstler auch außerhalb der Region wahrgenommen werden. (red/svm)

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