Gegen 11.35 Uhr hatte ein 57-jähriger Mann über den Notruf mitgeteilt, dass er von seinem 26 Jahre alten Sohn in seinem Wohnhaus bedroht worden sei. Der Vater verließ das Gebäude unverletzt und verständigte die Polizei. Der Sohn, der an einer psychischen Erkrankung leidet, verschanzte sich anschließend allein im Haus.
Da zunächst unklar war, ob der Mann bewaffnet war oder eine Gefahr für andere Personen darstellte, rückte die Polizei mit starken Kräften an und sicherte den Bereich ab. Immer wieder zeigte sich der 26-Jährige an Fenstern und Türen, verweigerte jedoch jedes Gespräch. Daraufhin wurden neben der Unterbringungsbehörde auch die Verhandlungsgruppe und Spezialeinsatzkräfte hinzugezogen.
Nachdem der Mann sämtliche Kontaktversuche ablehnte und die Beamten bedrohte, drang die Spezialeinheit gegen 17.35 Uhr gewaltsam in das Gebäude ein und überwältigte ihn. Dabei zog er sich eine leichte Verletzung zu, die noch vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt wurde. Anschließend wurde er in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingeliefert.
Polizeikräfte wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Eine Gefahr für Anwohner oder die Öffentlichkeit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. (boß/calü)

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