Zwischen 2018 und 2024 sanken die Stickoxidwerte (NOx) um 55 %, die Feinstaubkonzentration (PM) um 33 % und der Anteil an Rußpartikeln (Black Carbon) sogar um 62 % – bei einem gleichbleibenden Verkehrsaufkommen. Entlang der großen Verkehrsachsen nahm der Stickstoffdioxidwert (NO₂) um etwa 45 % ab.
„Die Fortschritte sind eindeutig, doch um die EU-Grenzwerte für 2030 und die Empfehlungen der WHO zu erreichen, sind weitere Anstrengungen nötig“, betont Bruxelles Environnement.
Auch das Gesicht des Fuhrparks hat sich stark verändert. Anfang 2025 bestehen 69 % der Fahrzeuge in der Region aus Benzinern, 23 % aus Dieseln und 8 % sind elektrisch. Der Trend zur Elektromobilität wird derzeit vor allem durch Dienstwagen getragen – sie machten 2024 rund 27 % der Neuzulassungen aus. Bei Privatwagen liegt der Anteil bislang erst bei 1,2 %. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur und das geplante EU-Verbot für Verbrennungsmotoren ab 2035 dürften diese Entwicklung beschleunigen.
Ein wichtiger Einschnitt steht 2025 an: Nach einem Urteil des Verfassungsgerichtshofs vom September sind künftig Dieselfahrzeuge der Norm Euro 5, Benziner der Norm Euro 2 sowie Benzinmotorräder unter Euro 3 in der Hauptstadt verboten. Diese Fahrzeuge machen noch rund 8 % des Brüsseler Fahrzeugbestands aus – etwa 240.000 Fahrzeuge.
Trotz der Fortschritte erinnert Bruxelles Environnement daran, dass Luftverschmutzung in Belgien weiterhin jährlich über 4.000 vorzeitige Todesfälle verursacht. Im November und Dezember soll daher eine Sensibilisierungskampagne für Autofahrerinnen und Autofahrer starten. (belga/rt)

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