Am Freitag gegen 17.40 Uhr erhielt eine Frau aus Eupen einen rätselhaften Anruf. Am Apparat: Eine anonyme Stimme, die behauptete, jemand habe in Frankreich eine Handynummer auf ihren Namen registriert. Noch bevor sich Verwirrung in Panik verwandeln konnte, klingelte das Telefon erneut – diesmal mit französischer Vorwahl. Der angebliche Anrufer: ein „Polizeikommissariat“ aus Frankreich.
Die Masche war raffiniert: Die Frau sollte ihre Personalausweisnummer durchgeben und eine App auf ihrem Smartphone installieren, um „bei der Aufklärung zu helfen“. Doch zum Glück reagierte die Eupenerin geistesgegenwärtig: Sie kam der Aufforderung zwar zunächst nach, wurde aber stutzig – und löschte die App noch am selben Abend wieder. Ein Schaden entstand nicht.
Trunken am Steuer – Polizei stoppt gefährliche Fahrt
Nur wenige Stunden später, in der Nacht auf Samstag gegen 01.20 Uhr, fiel einer Polizeistreife in Eupen ein Fahrzeug auf, das in gefährlichen „Schlangenlinien“ unterwegs war. Mehrfach entging der Fahrer nur knapp einem Zusammenstoß mit entgegenkommenden Autos. Trotz Blaulicht und Martinshorn reagierte der Mann aus Baelen nicht – erst in der Straße Panorama endete die riskante Fahrt.
Die Erklärung lieferte der Alkoholtest: Positiv – und deutlich über dem Grenzwert. Der Führerschein ist für 15 Tage weg, das Protokoll inklusive.
Jugendlicher Raser flieht vor Polizei – Mutter alarmiert
Gegen 02.35 Uhr in der gleichen Nacht wurde es in Raeren noch turbulenter: Ein junger Mann raste mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Hauptstraße – vorbei am Streifenwagen, durch 30er- und 50er-Zonen, ohne zu blinken, ohne Rücksicht, ohne Anzuhalten. Kurven wurden geschnitten, Vorfahrten ignoriert.
Die Polizei setzte zur Verfolgung an – doch der Fahrer ignorierte alle Signale. Die deutsche Polizei wurde eingeschaltet, sogar die Mutter des jungen Mannes kontaktierte man, um ihn zur Umkehr zu bewegen. Doch auch sie erreichte ihn nicht. Am Ende: kein Fahrer, kein Fahrzeug – aber ein ordentliches Protokoll.
Vier Alkoholkontrollen, vier Fahrverbote
In der Nacht auf Sonntag führte die Polizei in mehreren Ortschaften gezielte Alkoholkontrollen durch – mit deutlichen Konsequenzen: Vier Fahrer waren alkoholisiert unterwegs, alle mussten ihren Führerschein für 15 Tage abgeben. In Herbesthal wurde gegen 03.25 Uhr ein Mann aus Lontzen gestoppt – neben einer abgelaufenen technischen Prüfbescheinigung ergab auch der Alkoholtest einen positiven Wert. Wenig später, um 04.05 Uhr, fiel ein Fahrer aus Theux in Kelmis auf, der in auffälligen Schlangenlinien über die Lütticher Straße fuhr. Auch er hatte zu viel getrunken. Um 04.10 Uhr wurde in Hauset ein Fahrer aus Aachen kontrolliert, dessen Alkoholwert ebenfalls deutlich über dem erlaubten Limit lag. Die letzte Kontrolle erfolgte am Montag um 00.35 Uhr in Eynatten: Ein Mann aus Raeren, der ohne Führerschein unterwegs war, wurde ebenfalls alkoholisiert am Steuer erwischt. Auch ihm droht ein Fahrverbot samt Protokoll. (red/calü)

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