Beim noch sieglosen Tabellenletzten veränderte AS-Cheftrainer Bruno Pinheiro seine Mannschaft auf zwei Positionen: Für Müller spielte Caliskan von Beginn an im Mittelfeld, während Bitumazala den Vorzug gegenüber Delaurier-Chaubet erhielt.
Eupen, dessen Fans gefühlt in der Überzahl waren und für die Stimmung im Stadion sorgten, tat sich zunächst schwer. In der siebten Minute wurde es zum ersten Mal gefährlich für die Gäste, als ein abgefälschter Schuss von Cachbach neben dem Tor von Hiller landete.
Vielleicht auch von der Rückkehr in sein eigenes Stadion beflügelt, übernahm Olympic Charleroi zunächst die Kontrolle. Eupen musste sich mehrere Minuten lang gedulden, dafür aber gingen die Ostbelgier mit der ersten Offensivaktion in Führung: Gavory bediente Bitumazala im Zentrum, ehe der Offensivspieler mit viel Platz trocken zum 1:0 einschob (19.).
Doch auch mit der Führung im Rücken trat Eupen in seiner Offensive vollkommen harmlos auf. So blieben weitere Abschlüsse oder Chancen für die Gäste aus. Stattdessen wackelte die knappe Führung der „Pandas“ kurz vor der Pause: Charleroi scheiterte in der 40. Minute mit einem Schuss von Florica am Lattenkreuz.

Kurz nach der Pause verhinderte Hiller den Ausgleich, ehe ein Schreckmoment folgte: Ndedi traf Plastun mit gestrecktem Bein voll am Knöchel. Während sich der AS-Verteidiger vor Schmerzen wand, sah sein Gegenspieler nicht einmal die Gelbe Karte. Dabei hätte er gut und gerne mit Rot vom Platz fliegen können – eigentlich sogar müssen.
Das Spiel an sich wurde nach dem Seitenwechsel nicht unbedingt besser: Eupen blieb im Angriff wirkungslos, während Charleroi vereinzelt zu Abschlüssen kam. Und so war der für die AS wichtige Sieg auch nach mehr als einer Stunde noch nicht in trockenen Tüchern – ganz im Gegenteil. Als Reaktion darauf kam Busquets für Caliskan ins Spiel (64.), zehn Minuten später folgten auch Prunier, Bokadi und Delaurier-Chaubet.
Insgesamt zeigte Eupen eine der schwächsten Leistungen der Saison, darüber lässt wohl nur der wichtige Sieg hinwegblicken. Mit inzwischen 16 Punkten kommt die AS wieder an die Top 6 heran.

Nächste Woche (Sa., 20 Uhr) trifft die AS Eupen im eigenen Stadion auf Jong Genk, die Nachwuchsmannschaft von Erstligist KRC Genk. Das Duell wird der Auftakt in eine Englische Woche: Am 29. September folgt das Pokalspiel gegen den FC Antwerp, am 1. November reisen die „Pandas“ zur U23 von AA Gent. (mn)
Namen & Fakten
AS Eupen: Hiller - Gavory, Kennedy (78. Prunier), Plastun, Paeshuyse - Bitumazala (78. Delaurier-Chaubet), Barès, Möhwald (90. Müller), Caliskan (64. Busquets) - Atteri (78. Bokadi), Nuhu
Tor: 0:1 Bitumazala (19.)

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