Matz will Verwaltung auch offline zugänglich machen

<p>Vanessa Matz</p>
Vanessa Matz | Foto: belga

Bis 2030 sollen laut den Zielen der europäischen Digitalen Dekade alle Verwaltungsprozesse in Belgien online zugänglich sein. Diese Digitalisierung müsse jedoch mit einer zentralen Verpflichtung einhergehen, betont Matz: Niemand dürfe aufgrund mangelnder digitaler Kompetenzen benachteiligt werden.

Konkret soll jede föderale Behörde verpflichtet werden, mindestens einen nicht-digitalen Kommunikationskanal ohne Aufpreis anzubieten – etwa ein physisches Schalterangebot, eine Telefonhotline oder den Postweg. Der Grundsatz wird in das Gesetz vom 19. Juli 2018 über die Zugänglichkeit öffentlicher Websites und mobiler Anwendungen integriert.

„Diese Alternative zu garantieren, ist eine zutiefst demokratische Aufgabe“, erklärte Matz. „Es geht um die Gleichbehandlung aller Bürger im Kontakt mit der Verwaltung – unabhängig von ihren digitalen Fähigkeiten oder ihren Zugangsmöglichkeiten. Wenn Menschen eine Behörde nicht erreichen können, entsteht Frust. Ich möchte, dass der öffentliche Dienst menschlich, zugänglich und respektvoll bleibt.“

Die Einhaltung dieser neuen Verpflichtung wird künftig vom föderalen Verwaltungsdienst Politik und Unterstützung (FÖD BOSA) überwacht. (belga/rt)

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