Laut den Staatsanwälten in Manhattan soll Wander gefälschte Dokumente verwendet haben, um die finanzielle Lage des Unternehmens besser darzustellen. Er wurde am Morgen von Bundesbeamten festgenommen und musste im Laufe des Tages vor Gericht erscheinen. Seine Anwältin weist die Vorwürfe zurück: „Es handelt sich um einen Geschäftsstreit, der als Strafsache dargestellt wird. Wir wollen die Wahrheit wiederherstellen.“ Finanzdirektor Damien Alfalla hat bereits am Dienstag ein Schuldbekenntnis abgelegt, wie das FBI bestätigte.
„777 Partners“ war zwischen März 2022 und September 2024 Eigentümer von Standard Lüttich. Der Lütticher Klub wurde inzwischen vom CEO Giacomo Angelini übernommen. Das US-Unternehmen besaß außerdem den deutschen Verein Hertha BSC sowie Vasco da Gama in Brasilien. „777 Partners“ wollte auch den englischen Klub Everton übernehmen – das Vorhaben scheiterte jedoch.
Weltweit wurden zahlreiche Klagen gegen „777 Partners“ eingereicht. Bereits im vergangenen Jahr lagen in den USA 16 Klagen vor – alle wegen unbezahlter Schulden in Höhe von insgesamt über 100 Millionen Euro. Kreditgeber werfen dem Unternehmen vor, Hunderte Millionen Euro betrügerisch aufgenommen zu haben – und zwar gegen Vermögenswerte, die entweder gar nicht existierten oder bereits anderen Parteien verpfändet waren. (mn/belga)

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