Claudy Pierret, der in den Medien den Beinamen „Monster van het Waasland“ (dt.: „Monster des Waalsnades“) erhielt, war 2011 von einem Assisengericht zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Geschworenen befanden ihn für schuldig an den Taten an Marie-José De Nocker (56), die 1995 ermordet wurde, und an Yolanda Prinsen (29), die 1999 ums Leben kam. Lange hatte Pierret seine Unschuld beteuert, ehe er 2019 im Gefängnis ein Geständnis ablegte – im Zuge eines Antrags auf vorzeitige Haftentlassung. Bereits zuvor war sein Name im Zusammenhang mit weiteren Fällen gefallen. So wurde Pierret in Verbindung gebracht mit dem Verschwinden von Maddy Hollanders im Jahr 1976, der 13-jährigen Halbschwester seiner Frau. Das Mädchen blieb verschwunden, der Fall verjährte. Außerdem wurde Pierret wegen der Vergewaltigung und Misshandlung einer 18-Jährigen verurteilt. Ermittler sahen zudem eine mögliche Spur zu einem weiteren ungelösten Mord, jenem an der 20-jährigen Sally Van Hecke im Jahr 1996. Pierret verließ die Haft letztlich nie wieder. Nun starb er in seiner Zelle in Merksplas. (sc)

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