Vor zwei Jahren in Brüssel: Terroranschlag auf schwedische Fans

<p>Gedenken in Brüssel: Blumen und Kränze erinnern an die beiden schwedischen Fußballfans, die am 16. Oktober 2023 Opfer eines Terroranschlags wurden.</p>
Gedenken in Brüssel: Blumen und Kränze erinnern an die beiden schwedischen Fußballfans, die am 16. Oktober 2023 Opfer eines Terroranschlags wurden. | Foto: Photo News

Die Schweden waren nach Brüssel gereist, um ihr Nationalteam im EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien zu unterstützen. Nur wenige Stunden vor Anpfiff im König-Baudouin-Stadion geriet ihre Reise in eine Tragödie. Einer der Männer starb sofort im Fahrzeug, ein zweiter wurde erschossen, als er versuchte, Schutz in einem Hauseingang zu suchen. Der dritte wurde schwer verwundet.

Trotz des Angriffs pfiff der belgische Fußballverband das Spiel zunächst wie geplant an. Erst in der Halbzeitpause wurde die Partie abgebrochen. Aus Sicherheitsgründen blieben die Zuschauer, darunter auch einige Ostbelgier, noch stundenlang im Stadion eingeschlossen. Erst nach Mitternacht durften die belgischen Fans nach Hause, während die schwedischen Anhänger unter Polizeieskorte in ihr Hotel gebracht wurden.

Eine großangelegte Fahndung nach dem Täter begann noch in derselben Nacht. Am Morgen des 17. Oktober wurde Lassoued schließlich in einem Café in Schaerbeek entdeckt. Ein Polizist eröffnete das Feuer, der Attentäter erlag kurz darauf seinen Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus.

Der Angreifer hatte sich zuvor in Videos in sozialen Netzwerken zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ bekannt. Kurz nach der Tat reklamierte die Gruppe den Anschlag offiziell für sich.

Heute wird die Opfervereinigung V-Europe am Denkmal für die Opfer des Terrorismus in Brüssel Blumen niederlegen – im Gedenken an die beiden getöteten schwedischen Fans und an alle, die von islamistischem Terror in Europa betroffen sind. (belga/calü)

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