„Jugendliche müssen nicht nur gehört, sondern ernsthaft beteiligt werden. Demokratie lebt vom Mitgestalten – und junge Menschen bringen Mut, Ideen und Tatkraft mit, die wir in Europa dringend brauchen“, betonte Minister Freches. Die neue Resolution des Europarats über die „Jugendperspektive im politischen Handeln“ sei ein deutliches Signal, „dass Jugendpolitik kein Randthema sein darf, sondern ins Zentrum politischer Entscheidungen gehört“. Auch RDJ-Vertreterin Lara Bongartz zeigte sich überzeugt vom europäischen Austausch: „Die Jugendministerkonferenz hat gezeigt, wie Jugendpartizipation funktioniert. Es ist wichtig, Jugendlichen nicht nur einen Platz am Tisch zu gewähren, sondern ihre Stimme muss einen direkten Impact auf die Entscheidungsträger haben.“ In der DG funktioniere das bereits gut, „aber es gibt immer Optimierungsmöglichkeiten“.
Belgien präsentierte auf der Konferenz seine drei unterschiedlichen Modelle der Jugendbeteiligung: In Flandern entsteht der Aktionsplan für Kinder- und Jugendrechte in einem breit angelegten Mitwirkungsprozess, in der Französischen Gemeinschaft basieren jugendpolitische Empfehlungen auf Umfragen mit über 1.000 Teilnehmenden, und in der DG dient der regelmäßig erscheinende Jugendbericht als Grundlage für politische Prioritätensetzung.
Mit der in Valletta verabschiedeten „Déclaration finale“ und der neuen Resolution wurde ein Referenzrahmen geschaffen, der die Mitgliedsstaaten verpflichten soll, die Sichtweise junger Menschen systematisch in politische Entscheidungen einzubeziehen – nach den vier Prinzipien: mit Jugendlichen denken, von und mit Jugendlichen lernen, mit Jugendlichen partizipieren und mit und für Jugendliche handeln. „Diese Prinzipien spiegeln genau das wider, was wir in der Deutschsprachigen Gemeinschaft anstreben: echte Mitbestimmung, faire Chancen und nachhaltige Perspektiven“, erklärte Freches. Die Beschlüsse von Malta seien „eine wertvolle Bestätigung unseres Weges – und ein Auftrag, die Stimme der Jugend in Europa weiter zu stärken“.
Zum Abschluss bekräftigten die Ministerinnen und Minister ir ihre Solidarität mit der Ukraine im Bereich der Jugend- und Demokratieförderung sowie die Notwendigkeit, Themen wie Klimaschutz, mentale Gesundheit und soziale Rechte junger Menschen stärker politisch zu verankern. Luxemburg wird die nächste Europaratskonferenz 2028 ausrichten. „Politik über Jugendliche ohne Jugendliche ist keine Zukunftspolitik“, fasste Minister Freches zusammen. (red/nc)

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