Belgien erhält neue Luftabwehrsysteme – Gemeinschaftskauf mit den Niederlanden

<p>Der mobile Wachtposten: Ein „Nasams“-Raketenwerfer in der Fabrik in Norwegen</p>
Der mobile Wachtposten: Ein „Nasams“-Raketenwerfer in der Fabrik in Norwegen | Foto: afp

Kern des Abkommens ist der gemeinsame Erwerb von „Nasams“-Systemen des norwegischen Herstellers Kongsberg. Diese Boden-Luft-Raketensysteme sind Teil der neuen strategischen Verteidigungsplanung, die die Föderalregierung im vergangenen Sommer vorgestellt hat. Sie sieht den Aufbau einer mehrschichtigen Luftverteidigung vor. Insgesamt sollen zehn Batterien beschafft werden – neun für Belgien und eine für Luxemburg. Jede Batterie besteht aus vier Startvorrichtungen.

Francken erklärte zudem, dass Belgien den raschen Kauf von Erkennungs- und Abwehrsystemen gegen Drohnen plane. Diese sollen an den belgischen Militärbasen installiert werden, um auf wachsende Sicherheitsrisiken reagieren zu können. Der entsprechende Vorschlag soll innerhalb von zwei Wochen dem Ministerrat vorgelegt werden. Die Systeme sollen bis März kommenden Jahres einsatzbereit sein.

Hintergrund der Initiative sind jüngste Vorfälle im belgischen Luftraum. Anfang Oktober hatten lokale Polizeidienste in Belgien und Deutschland mehrere Drohnen über dem Truppenübungsplatz Elsenborn gesichtet. Die Ermittlungen zur Herkunft der Fluggeräte dauern an.

Ferner bestätigte Francken, dass Belgien der NATO angeboten habe, sich mit eigenen Luftstreitkräften an der Operation „Eastern Sentry“ zu beteiligen. Diese wurde Anfang September gestartet, nachdem es vermehrt zu russischen Drohnenübertritten in den Luftraum der Allianz gekommen war. (belga/svm)

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