Insgesamt nahmen 114 Fachleute an der Studie teil. Die Mehrheit nutzt bereits KI-gestützte Übersetzungshilfen oder maschinelle Tools in ihrer täglichen Arbeit.
So gaben 85 Prozent der Befragten an, mit DeepL oder ChatGPT zu arbeiten – etwa um Formulierungen zu überprüfen, Alternativen zu finden, Recherchen durchzuführen, Terminologielisten zu erstellen oder Texte stilistisch anzupassen.
Rund 40 Prozent sehen in diesen Werkzeugen primär einen Effizienzgewinn, während zwei Drittel (67,5 %) die KI sogar als Quelle der Inspiration betrachten.
Gleichzeitig sorgt der technologische Wandel auch für weniger Arbeitszufriedenheit. Hauptgrund sind die zunehmenden Aufträge im Bereich „MTPE“ – der Nachbearbeitung maschinell erzeugter Übersetzungen (machine translation post-editing). Etwa die Hälfte der Befragten nimmt solche Aufgaben an, die andere Hälfte lehnt sie strikt ab.
Was die Zukunft betrifft, erwartet die überwiegende Mehrheit, dass Kunden KI weiterhin in gleichem Maße einsetzen werden. Der Blick auf den Markt bleibt dennoch verhalten: Viele befürchten, dass die Nachfrage nach automatisierten Übersetzungen zunimmt – zulasten der Nachfrage nach menschlicher Übersetzungsarbeit.
Die CBTI erinnert daran, dass die Arbeit professioneller Übersetzerinnen und Dolmetscher auch in Zeiten der Künstlichen Intelligenz ein Garant für Qualität bleibe. (belga/rt)

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