Das Buch „Irene Janetzky – Ein Leben im Zeichen des Belgischen Rundfunks“ erscheint am 22. Oktober. Als Radiopionierin prägte Janetzky ab 1945 das deutschsprachige Programmangebot und gab der sprachlichen Minderheit in den Ostkantonen eine Stimme. Mit Haltung, Feingefühl und Beharrlichkeit baute sie nicht nur ein journalistisches Profil auf, sondern trug auch zum kulturellen Selbstverständnis der deutschsprachigen Gemeinschaft bei. „Sie war eine Radiostimme, die zu einer politischen Brückenbauerin wurde“, schreibt BRF-Direktor Alain Kniebs, der die Biografie verfasst hat. Das Buch zeichnet ein facettenreiches Porträt: von den Anfängen des Rundfunks in deutscher Sprache über berufliche und persönliche Rückschläge bis hin zu ihrem nachhaltigen, oft stillen Wirken. So entsteht zugleich ein Stück ostbelgischer Zeitgeschichte, das – 80 Jahre nach den ersten Sendungen – neu entdeckt werden will. Alain Kniebs verbindet akribische Recherche mit erzählerischem Gespür und lässt die Atmosphäre jener Zeit lebendig werden – einer Phase des Neubeginns, der Identitätssuche und des medialen Aufbruchs. (sc)

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