Drei von fünf Diabetikern in Belgien haben bereits Folgeerkrankungen

<p>Drei von fünf Diabetikern in Belgien haben bereits Folgeerkrankungen</p>
Illustrationsbild: picture alliance/dpa

Zu den häufigsten Komplikationen zählen Augen- und Fußprobleme, Nerven- und Nierenschäden sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Obwohl die Mehrheit der Befragten die Risiken kennt, bleibt die Zahl der Betroffenen hoch – Wissen allein reiche also nicht aus, um die Krankheiten zu verhindern, heißt es in der Analyse.

Laut Studie berichten 55 % der Befragten über eine Verschlechterung ihres körperlichen Gesundheitszustands, 41 % sorgen sich um ihre Lebensqualität, 40 % verzeichnen höhere Gesundheitskosten und ein Viertel leidet unter psychischen Belastungen.

Ein großes Problem sei die späte Diagnose, so die Verbände. Bei mehr als einem Viertel der Menschen mit Typ-2-Diabetes wird die Krankheit erst nach dem Auftreten einer Komplikation entdeckt. Da sie sich oft still und schleichend entwickelt, entstehen bereits Schäden, bevor sie erkannt wird. Je später die Diagnose, desto schwieriger ist es, Folgeerkrankungen zu vermeiden oder zu verlangsamen.

Der Typ-1-Diabetes hingegen tritt meist plötzlich auf; Komplikationen entwickeln sich hier erst nach etwa zehn Jahren.

Die beiden Organisationen appellieren an Betroffene, präventive Kontrollen wahrzunehmen und bestehende Betreuungsangebote wie Behandlungsprogramme und Gesundheitskonventionen zu nutzen. Gleichzeitig fordern sie Anpassungen bei der Rückerstattung von Therapien und Medizintechnologien, um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse besser zu berücksichtigen.

Auch der Lebensstil spielt eine zentrale Rolle. Schon kleine Veränderungen können helfen, den Blutzucker zu stabilisieren und Komplikationen vorzubeugen. Empfohlen werden ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht, Verzicht auf Tabak und mäßiger Alkoholkonsum. (belga/rt)

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