Der belgische Verbraucherschutzminister Rob Beenders (Vooruit) will eine landesweite Telefonnummer einführen, über die Bürgerinnen und Bürger Phishing-Fälle melden können. Das berichtet die Zeitung „Het Belang van Limburg“. Ziel ist es, schnellere Hilfe für Opfer von Online-Betrug zu ermöglichen und gleichzeitig die Banken stärker in die Verantwortung zu nehmen.
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„Die meisten Menschen werden abends oder am Wochenende Opfer von Phishing“, erklärte Beenders. „Obwohl Banken gesetzlich verpflichtet sind, rund um die Uhr eine Telefonnummer für Betrugsfälle bereitzuhalten, ist diese oft schwer auf der Website oder in der App zu finden.“
Viele Betroffene reagierten in Panik, sobald sie bemerkten, dass plötzlich Tausende Euro vom Konto verschwinden, so der Minister weiter. „In solchen Momenten zählt jede Minute. Deshalb werden wir eine einheitliche Notrufnummer einrichten – ähnlich wie Card Stop, die bereits bei gestohlenen oder verlorenen Bankkarten funktioniert.“
Die neue Phishing-Hotline soll bis zum kommenden Sommer in Betrieb gehen und wird von einer breiten Informationskampagne begleitet.
Darüber hinaus plant Beenders weitere Maßnahmen zum Schutz vor illegalen Finanzangeboten. So soll die Finanzaufsicht FSMA künftig die rechtliche Möglichkeit erhalten, Webseiten mit betrügerischen Finanzprodukten zu blockieren und Nutzer automatisch auf eine offizielle Informationsseite umzuleiten. (belga/rt)
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