Dabei sah es zunächst gar nicht gut aus für die Mannschaft von Trainer Arno Van den Abbeel. Schon nach drei Minuten schlug Paris eiskalt zu: Clara Mateo flankte präzise auf Daphné Corboz, die zum 1:0 einschob. Und als OHL im Spielaufbau den Ball verlor, nutzte Mateo selbst die Gelegenheit zum 2:0 (23.).
Kurz vor der Pause hatte Aurélie Reynders die beste Chance für die Belgierinnen, ihr Schuss landete jedoch auf dem Tornetz (45.).
Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt. Kim Everaerts vollendete einen herrlichen Angriff zum 2:1 (47.) – der erste Treffer überhaupt eines belgischen Teams in der Geschichte der Frauen-Champions-League. In der 62. Minute setzte Sara Pusztai noch einen drauf: Mit einem traumhaften Schlenzer sorgte sie für den umjubelten Ausgleich.
Fast wäre für die OHL-Damen sogar der Sieg gelungen: Die erst 16-jährige Kadhiya De Ceuster, die schon den ersten Treffer vorbereitet hatte, stand in der Nachspielzeit frei vor der Pariser Torhüterin – scheiterte aber knapp (90.+2).
Auch in den übrigen Spielen des Abends gab es Spektakel: Juventus Turin bezwang Benfica 2:1, Titelverteidiger FC Barcelona zerlegte Bayern München mit 7:1, und Olympique Lyon gewann 2:1 bei Arsenal.
Für OHL geht es nun Schlag auf Schlag weiter: Am kommenden Mittwoch empfangen die Belgierinnen Twente Enschede, ehe im November die Kracher gegen den FC Barcelona (12.11.) und die AS Rom (20.11.) warten. Am 9. Dezember steht das Auswärtsspiel bei Paris Saint-Germain an, bevor am 17. Dezember das letzte Gruppenspiel gegen Arsenal in Löwen steigt.
Um die nächste Runde zu erreichen, muss OHL unter die besten Zwölf der Liga (18 Teams) kommen. Platz eins bis vier führt direkt ins Viertelfinale, die Ränge fünf bis zwölf spielen in den Playoffs um die restlichen Tickets. (belga/calü)

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