Brustkrebs betrifft auch Männer: Krebsgesellschaft warnt vor Unwissenheit

<p>Brustkrebs betrifft auch Männer: Krebsgesellschaft warnt vor Unwissenheit</p>
Illustrationsbild: picture alliance/dpa

Nach den jüngsten Zahlen wurden 2023 insgesamt 103 neue Fälle von männlichem Brustkrebs diagnostiziert, 2021 starben 21 Männer an der Krankheit. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei 88,2 Prozent, nach zehn Jahren noch bei 81,4 Prozent. Ein systematisches Screening für Männer gibt es derzeit nicht.

Viele Männer wüssten nicht, dass sie überhaupt betroffen sein könnten, so die Stiftung. Häufig würden die ersten Anzeichen – etwa Knoten, Hautveränderungen oder Schmerzen im Brustbereich – übersehen. Hinzu komme, dass die Krankheit als „Frauenleiden“ gelte und deshalb oft ein Tabuthema bleibe.

Zu den Risikofaktoren zählen ein Alter zwischen 60 und 80 Jahren, hormonelle Ungleichgewichte, familiäre Vorbelastung oder Genmutationen, frühere Brustbestrahlungen sowie Übergewicht und übermäßiger Alkoholkonsum.

„Viele Männer denken gar nicht daran, dass sie an Brustkrebs erkranken könnten – und sprechen nach der Diagnose nur ungern darüber. Doch eine frühe Erkennung kann entscheidend sein für Behandlung, Nachsorge und Überlebenschancen“, betont Véronique Le Ray, medizinische Direktorin der Stiftung. (belga/rt)

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