Die Wallonie zieht vor allem niederländischsprachige Belgier an

<p>Ein Blick von oben auf die beeindruckenden Ruinen der Abtei Villers-la-Ville in der Provinz Wallonisch-Brabant</p>
Ein Blick von oben auf die beeindruckenden Ruinen der Abtei Villers-la-Ville in der Provinz Wallonisch-Brabant | Foto: belga

Die Erhebung, die Ende August abgeschlossen wurde, stützt sich auf Antworten von 140 Beherbergungsbetrieben, 105 Freizeitattractionen und 19 Tourismusbüros. „Die Basis ist bei weitem nicht vollständig“, räumte die zuständige Ministerin Valérie Lescrenier (Les Engagés) im wallonischen Regionalparlament ein. Dennoch zeichnen sich klare Trends ab, bis die offiziellen Statbel-Daten Ende Oktober und Ende November veröffentlicht werden. Diese sollen auch eine detaillierte Auswertung nach Provinzen ermöglichen.

Campingplätze boomen, Hotels schwächeln

Insgesamt blieb die Auslastung der Unterkünfte mit durchschnittlich 66 Prozent stabil gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Campingplätze legten kräftig zu: Ihr Belegungsgrad stieg von 70 Prozent im Sommer 2024 auf 80 Prozent in diesem Jahr. Hotels, Ferienparks und ländliche Gästehäuser mussten dagegen leichte Rückgänge hinnehmen.

Etwas schwächer lief es für Museen und Freizeitparks. Dort sank die Besucherzahl um rund ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auffällig: Bei den Attraktionen waren diesmal die frankophonen Belgier die mit Abstand stärkste Besuchergruppe (53 %), vor den niederländischsprachigen Landsleuten (15 %), den Niederländern und den Franzosen.

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen diese Entwicklung für den wallonischen Tourismus hat, wird erst im Jahresverlauf klar. Die ökonomischen Analysen erfolgen traditionell auf Jahresbasis, betonte Ministerin Lescrenier. (belga/calü)

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