Umgehungsstraße für N62 bleibt ferne Zukunftsmusik

<p>„Unendliche Geschichte“: Ein Blick auf die Regionalstraße N62, hier in Grüfflingen.</p>
„Unendliche Geschichte“: Ein Blick auf die Regionalstraße N62, hier in Grüfflingen. | Foto: GrenzEcho-Archiv

Zwar hatte das PDG im Jahr 2022 per Resolution gefordert, die Planungen für eine Umgehungsstraße wiederaufzunehmen, doch die Wallonische Region will aus Kostengründen offenbar lediglich die Sicherheit auf der bestehenden Trasse verbessern.

Der ProDG-Abgeordnete Freddy Cremer erinnerte bei der Parlamentssitzung am Montag in seiner Frage an Oliver Paasch an das GrenzEcho-Interview mit dem Reuländer Bürgermeister vom Januar 2025, der sich seinerzeit optimistisch gezeigt hatte, weil Paasch die N62 zur „Chefsache“ erklärt habe. Doch der Eupener Regierungschef stellte klar: „Die DG verfügt in diesem Bereich über keinerlei Befugnisse. Wir können allenfalls vermitteln und Lobbyarbeit leisten.“

Oliver Paasch verwies zudem auf die lange Vorgeschichte des Projekts. Schon im vergangenen Jahrhundert seien in Oudler Parzellen für eine mögliche Umgehung enteignet worden. Nach der Jahrtausendwende habe die Wallonische Region zehn Trassen prüfen lassen, eine davon mit Brücke, um geschützte Zonen möglichst wenig zu beeinträchtigen. Beim jüngsten Treffen der Regierungen von DG und Wallonie vor ein paar Monaten wurde immerhin eine Arbeitsgruppe vereinbart, in die auch die Gemeinde Burg-Reuland eingebunden werden soll. Dieses Gremium soll Vorschläge erarbeiten, wie Sicherheit und Lebensqualität entlang der N62 verbessert werden können. Ergebnisse könne er nicht vorwegnehmen, so Oliver Paasch: „Fest steht jedoch, dass wir als DG in dieser Akte keinerlei Entscheidungsbefugnis haben“, wiederholte er. (sc)

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