Hannut ist frankophones Aushängeschild des „Kundenwochenende“
Handel
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Hannut ist an diesem Wochenende die frankophone Vorzeigestadt des „Kundenwochenende“, das am 4. und 5. Oktober in ganz Belgien stattfindet. Die neunte Ausgabe dieser Initiative würdigt den lokalen Handel und stellt die Nähe zwischen Kunden und Geschäften in den Mittelpunkt.
Illustrationsbild: belga
Zum Auftakt in Hannut präsentierte der belgische Handelsverband Comeos die Ergebnisse einer Umfrage unter 4.500 belgischen Verbrauchern. Gemeinsam mit den Unternehmerverbänden UCM (Union der Mittelstandsklassen) und Unizo (Union der Selbständigen Unternehmer) betonte die Organisation, wie wichtig Vertrauen, Erfahrung und Nähe im Einzelhandel bleiben. „Die Kommunen müssen diese Grundwerte sichern“, erklärten die Verbände bei der Eröffnung.
Laut der Umfrage bevorzugen 58 Prozent der Befragten den Einkauf im Geschäft gegenüber dem Online-Handel. 35 Prozent kombinieren beide Formen, nur sechs Prozent kaufen lieber ausschließlich online.
„Die Belgier glauben weiterhin an das persönliche Einkaufserlebnis vor Ort – nicht nur zum Kaufen, sondern auch, um sich wohlzufühlen, individuelle Beratung zu erhalten und eine angenehme Atmosphäre zu erleben“, sagte Anne-Sophie Snyers, Studienleiterin der UCM. Zugleich hätten 54 Prozent der Befragten angegeben, dass billige ausländische Online-Plattformen häufig Frustrationen auslösen.
In Hannut wurde zur Eröffnung die gelbe Sitzbank, Symbol des „Kundenwochenende“, auf der Grand-Place aufgestellt. Die Stadt im Hespengau wurde für ihr Engagement und ihren wirtschaftlichen Elan als wallonisches Schaufenster ausgewählt.
„In Hannut ist die Zahl der leerstehenden Geschäfte relativ niedrig, aber wir müssen uns ständig neu erfinden, besonders im Vergleich zum Online-Handel“, erklärte Schöffe Martin Jamar. „Deshalb unterstützen wir unsere Händler, etwa durch Schulungen im Bereich der Digitalisierung.“ (belga/rt)
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