ExxonMobil streicht 337 Jobs in Belgien – Brüssel besonders betroffen
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Das US-Chemieunternehmen ExxonMobil plant den Abbau von 337 Arbeitsplätzen in Belgien. Das bestätigten die Gewerkschaften am Dienstag. Den größten Einschnitt soll es am Hauptsitz in Brüssel geben.
Foto: belga
Nach Angaben von Dalila Maïzi von der Gewerkschaft CSC BIE (Bau – Industrie & Energie)will die Unternehmensleitung dort 202 der 502 Stellen streichen. Damit greift automatisch die Renault-Gesetzgebung, die bei großen Restrukturierungen einen besonderen Schutz vorsieht.
Die Gewerkschaften hoffen, im Rahmen des Verfahrens noch möglichst viele Arbeitsplätze retten zu können. „Bislang bleibt das Unternehmen sehr vage bei der Begründung“, kritisierte Maïzi. In den vergangenen Jahren habe die Belegschaft bereits mehrere Umstrukturierungen durchstehen müssen. „Wir stellen die strategischen Entscheidungen des Konzerns in Frage.“
ExxonMobil will bis Ende 2027 rund 1.200 Stellen in der EU und in Norwegen abbauen, davon sollen etwa 600 über Entlassungen erfolgen.
In Belgien betreibt das Unternehmen zwei Polyethylen-Werke in Zwijndrecht und Meerhout sowie eine Raffinerie und einen petrochemischen Standort im Hafen von Antwerpen.
Gleichzeitig kündigte ExxonMobil an, nahe der Raffinerie in Antwerpen ein neues Bürogebäude zu errichten, in dem auch die derzeit in Brüssel Beschäftigten arbeiten sollen. „Die neue Anlage wird zudem unser neues europäisches Technologiezentrum beherbergen“, erklärte das Unternehmen. (belga/rt)
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