Die Tiere zeigten keine Symptome, wurden jedoch im Rahmen von Exportkontrollen und routinemäßiger Überwachung getestet. Während das Virus bereits seit Längerem in Frankreich kursiert, sind dies die ersten bestätigten Fälle auf belgischem Boden seit mehreren Jahren.
Die Entdeckung hat vor allem Auswirkungen auf den Handel mit Rindern, Schafen und Ziegen innerhalb der EU. Belgien gilt nun offiziell als infizierte Zone für BTV8. Exporte in andere Mitgliedstaaten sind nur noch mit geimpften Tieren erlaubt. Für Schlachttiere gelten allerdings lockerere Bedingungen: Sie dürfen ausgeführt werden, wenn in den letzten 30 Tagen vor ihrem Abtransport kein Ausbruch des Virus auf dem Herkunftsbetrieb festgestellt wurde.
Die Behörde verweist darauf, dass die verpflichtende Impfkampagne gegen drei Krankheiten – Blauzungenvirus Serotyp 3, Serotyp 8 sowie die epizootische hämorrhagische Krankheit (EHD) – bereits Wirkung zeige. „Tiere können zwar weiterhin infiziert werden, zeigen bei vollständiger Impfung aber keine oder nur sehr milde Symptome“, betonte Fasnk-Sprecherin Hélène Bonte. Zudem gehe die Vektorsaison zu Ende, sodass die Gefahr einer weiteren Verbreitung deutlich abnehme.
Die Blauzungenkrankheit betrifft in erster Linie Schafe und Rinder. Typische Symptome sind hohes Fieber, Entzündungen der Mundschleimhaut, Atemprobleme und verringerte Milchleistung. Für Tiere kann die Krankheit tödlich verlaufen – für Menschen ist das Virus jedoch völlig ungefährlich. (belga/calü)

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