Nach elf Runden in Kigali mit jeweils zwei Anstiegen von 8,1 bzw. 6,2 Prozent Steigung hatte Finn im Ziel einen Vorsprung von 31 Sekunden auf den Schweizer Jan Huber. Der Österreicher Marco Schrettl folgte mit 1:13 Minuten Rückstand auf Platz drei.
Tim Rex machte mit einer zwischenzeitlich bärenstarken Leistung auf sich aufmerksam. Bei seinem WM-Debüt bestimmte der Raerener gleich zu Beginn das Tempo der belgischen Mannschaft um Topfavorit Jarno Widar – und übernahm im weiteren Verlauf der ersten Rennhälfte auch die Kontrolle über den Rest des Feldes. Rund 65 Kilometer vor dem Ziel mischte Rex weiter an der Spitze des Pelotons mit und zeigte vor allem bei den harten Anstiegen seine Kletterqualitäten. Unter anderem VRT-Kommentator Karl Vannieuwkerke zeigte sich begeistert: „Wenn das gut geht, dann kann Tim Rex meiner Meinung nach auf dem Podium landen.“

Seiner starken Vorstellung fiel der jüngere Bruder von Intermarché-Wanty-Profi Laurenz Rex rund 30 Kilometer vor dem Ziel jedoch ein wenig selbst zum Opfer: In der Hitze von Ruanda stieg er vorzeitig und nach knallharter Arbeit für seinen Spitzenfahrer aus. „Natürlich wäre ich gerne zu Ende gefahren“, räumte er im Gespräch mit „VTM“ ein. „Wir haben hart gearbeitet“, sagte er auch mit Blick auf Widar.
Es sei der Plan gewesen, das Rennen früh anstrengend zu machen. „Wir wollten für Müdigkeit im Peloton sorgen – das geht nicht, wenn man fünf oder sechs Runden entspannt fährt (…) Manchmal klappt es, manchmal nicht.“ (mn)

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