Ende August war bekannt geworden, dass sich Bewohner in insgesamt elf Alten- und Pflegeheimen in Flandern, Brüssel und der Wallonie mit einer besonders gefährlichen Variante des Bakteriums Escherichia coli (STEC) infiziert hatten. Mehr als 70 Menschen erkrankten, neun von ihnen starben.
Die gemeinsame Untersuchung von Fasnk, Sciensano, dem nationalen Referenzzentrum und den Gesundheitsbehörden weist nun auf ein Fleischlos zurück, das in allen betroffenen Einrichtungen serviert wurde. Rohes Rinderhackfleisch gilt damit als die wahrscheinlichste Quelle der Infektionen.
Laboranalysen konnten den Verdacht allerdings nicht vollständig bestätigen, da vom betroffenen Los keine Proben mehr verfügbar waren. Mehr als 70 Lebensmittelproben aus der Lieferkette wurden zwar getestet – doch die genaue Bestätigung der Kontamination ist nicht mehr möglich.
„Rohe Lebensmittel können mit krankmachenden Bakterien belastet sein“, erklärt Fasnk-Sprecherin Hélène Bonte. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere und Personen mit geschwächtem Immunsystem. „Wir empfehlen diesen Gruppen dringend, rohes Fleisch und ähnliche Produkte zu vermeiden oder nur gut durchgegart zu verzehren. Sie tragen ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Komplikationen bei Lebensmittelinfektionen.“ (belga/calü)

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